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Hilft Einbahnregelung besser als Parkverbot?

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Ober-Mörlen (bd). Breit diskutiert wurde im Gemeindeparlament am Donnerstagabend der Antrag der SPD-Fraktion, den Bürgermeister als Ordnungsbehörde zu bitten, die Hintergasse aus Richtung Elisabethenstraße bis zu Platz Mühleck zur Einbahnstraße umzuwidmen.

Ober-Mörlen (bd). Breit diskutiert wurde im Gemeindeparlament am Donnerstagabend der Antrag der SPD-Fraktion, den Bürgermeister als Ordnungsbehörde zu bitten, die Hintergasse aus Richtung Elisabethenstraße bis zu Platz Mühleck zur Einbahnstraße umzuwidmen. Auch sollten die Sandgasse ab Mühleck in Richtung Elisabethenstraße und die Pfarrgasse vom Kirchplatz zur Mühlgasse Einbahnstraßen werden. Nach einer »Stunde der Verkehrsexperten« mit vielen Wortmeldungen wurde die Angelegenheit zur weitere Beratung einstimmig in den Bau- und Verkehrsausschuss überwiesen.

In der Antragsbegründung hatte die SPD-Fraktionsvorsitzende Kristina Paulenz darauf hingewiesen, dass die im alten Ortskern gelegenen Gassen sehr schmal seien. Doch nähmen die Anlieger darauf wenig Rücksicht und parkten vor den Häusern anstatt in den Höfen. »In Ober-Mörlen parkt man auf der Gass«, sei das Motto.

Deshalb hätten sich Parkverbote als unzulänglich erwiesen. Im Begegnungsverkehr sei einer der Fahrer gezwungen, rückwärts auszuweichen. Das erweise sich angesichts der Enge der Gassen manchmal als recht schwierig.

Eine Einbahnstraßenregelung entschärfe die gesamte Situation für den ruhenden und fließenden Verkehr. Die ähnliche Regelung jenseits der Frankfurter Straße in Usa-, Zwetschen- und Schustergasse sowie Abschnitten der Taunusstraße habe sich als sehr sinnvoll erwiesen.

Michael Friedrich (Grüne) erklärte sich mit dem SPD-Antrag einverstanden, während Dr. Matthias Heil (CDU) widersprach: »Für was haben wir denn den gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk. Der müsste eingreifen. Es ist Gefahr im Verzug. Abends und am Wochenende werden die Bürgersteige zugeparkt.« Da es auch an anderen Stellen Straßen mit ähnlicher Problematik gebe, plädierte Dr. Heil für ein Verkehrs-Park-Konzept.

Bürgermeister Sigbert Steffens beteuerte, er könne nicht alles ausführen, was die SPD-Fraktion wolle. Die Verkehrspolizei müsse auch gehört werden. Steffens sprach sich aber dafür aus, in der Hintergasse eine Einbahnstraßenregelung für ein Jahr zu testen. Schon jetzt wisse man, dass der Notarztwagen von einer Seite nicht durchkomme. Bei Pfarrgasse und Sandgase hatte der Bürgermeister Einwände.

Harald Stipp-Lass (Grüne) erinnerte an den »dicken« Verkehrsrahmenplan, der vor elf Jahren unter Erika Schäfer für 120 000 Mark erarbeitet worden sei - »und kein Deut ist von den vielen guten Anregungen umgesetzt worden«. Es genüge, dieses »Füllhorn« zu Rate zu ziehen.

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