Die Container am Rewe-Kreisel waren oft überfüllt. Nun stehen hier auch die Container aus der Dr.-Werner-Stoll-Straße.
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Die Container am Rewe-Kreisel waren oft überfüllt. Nun stehen hier auch die Container aus der Dr.-Werner-Stoll-Straße.

Glascontainer oft überfüllt

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). Die Antworten des Gemeindevorstands auf Anfragen aus den Fraktionen lagen in der Parlamentssitzung, wie üblich, in schriftlicher Form vor. Drei Themen waren es diesmal:

Hundesteuer:Die FWG begründete ihre Anfrage mit der Debatte um Sinnhaftigkeit und Kosten-Nutzen-Verhältnis der Hundesteuer. Den Informationen zufolge sind in der Gemeinde aktuell 478 Hunde gemeldet, davon 35 als Zweit- und zwei als Dritthunde sowie fünf als gefährliche Hunde laut Satzung. Der Arbeitsaufwand liege bei fünf Minuten je Fall, die Einnahmen beliefen sich auf 34 450 Euro - das bedeutet umgerechnet 861 Euro Steuereinnahmen pro Arbeitsstunde.

Glascontainer:Die CDU wollte wissen, warum die Glascontainer-Standorte am Friedhof und in der Dr.-Werner-Stoll-Straße aufgegeben wurden, ob damit die Anzahl der Container schrumpfte, wer die Standortreduzierung veranlasste, ob weitere Veränderungen geplant seien und aus welchem Budget Bauarbeiten am Container-Standort Rewe-Kreisel bezahlt würden.

Bürgermeisterin Kristina Paulenz (SPD) schilderte, dass die beiden Container am Friedhof auf den Parkplatz an der Frankfurter Straße (neben AWO-Lädchen) umgesetzt wurden, die vier Kollegen aus der Dr.-Werner-Stoll-Straße stehen jetzt am Rewe-Kreisel. Sie habe die Versetzung veranlasst, weil die aufgegebenen Standorte um die Container herum zunehmend vermüllt worden seien. Die Erweiterungsarbeiten neben dem Rewe-Kreisel seien im Zuge ohnehin geplanter Straßen- und Bürgersteigarbeiten an der Einmündung Siemens-/Hasselhecker Straße erfolgt.

Insgesamt habe sich die Zahl der Glascontainer nicht verringert; den am meisten frequentierten Standort nahe dem Einkaufsmarkt zu erweitern, mache Sinn. Die verbliebenen Standorte sind: Rewe-Kreisel Hasselhecker Straße, Lekkerkerkplatz, Parkplatz Frankfurter Straße, Am Goldloch (Maiberg) und Im Lettig (Langenhain-Ziegenberg). Die Verteilung sei reines Verwaltungshandeln und auch in der Vergangenheit ohne Beteiligung Dritter immer wieder mal verändert worden.

Sanierung ev. Kita:Die CDU wollte wissen, wie die konkreten Planungen für den Dachausbau in der ev. Kindertagesstätte "Sonnenstrahl" in Langenhain-Ziegenberg aktuell aussehen, ob womöglich Fördergelder durch einen verzögerten Baubeginn verloren gingen und ob Fördermittel zukünftig zu erwarten seien. Dies alles vor dem Hintergrund, dass über 15 Kinder in Langenhain-Ziegenberg auf der Warteliste stünden.

Die Antwort aus dem Rathaus lautete kurz gefasst: Der im Sommer provisorisch zum Gruppenraum umfunktionierte Mehrzweckraum im Holzanbau soll neuesten Überlegungen zufolge dauerhaft bleiben, ein Mehrzweckraum soll im Dachgeschoss entstehen. Der zweite Raum im gesperrten Dachgeschoss blieb unerwähnt.

Weiter heißt es, dass es für diese aktuelle Planung keine neue Genehmigung brauche, da sie bereits von früher vorliege. Die neue Baugenehmigung für den Umbau zum Gruppenraum unterm Dach würde nach drei Jahren erlöschen, könne aber bei rechtzeitiger Antragstellung um je ein Jahr verlängert werden. Derzeit werde für die Variante "Mehrzweckraum unterm Dach" ein Vorentwurf mit Kostenschätzung erarbeitet. Dann könne ein Zeitplan zur Umsetzung erstellt werden.

Der Fördermittelantrag für die Variante "Gruppenraum unterm Dach" sei im September 2019 beim Kreis eingereicht und dessen Richtigkeit im Februar bestätigt worden. Ein Förderbescheid sei nicht eingegangen. Vielmehr habe die Gemeinde im Juli vom Kreis erfahren, dass die Fördermittel bereits im Herbst 2019 erschöpft gewesen seien. Die Fachstelle prüfe aber weiterhin, ob man Gelder aus anderen Programmen rekrutieren könne. Auch für die neue Planung würden Fördermöglichkeiten geprüft. FOTO: HAU

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