Getötetes Schaf

Getötetes Schaf in der Wetterau: Diebe waren auf Fleisch aus

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Blutige Überreste des Tieres liegen im Gras. Viel ist von dem Schaf nicht mehr übrig. Es wurde geschlachtet und im Feld liegen gelassen. Den Kadaver haben Nina Miehling und ihr Mann am Ostermontag gefunden.

Blutige Überreste des Tieres liegen im Gras. Viel ist von dem Schaf nicht mehr übrig. Es wurde geschlachtet und im Feld liegen gelassen. Den Kadaver haben Nina Miehling und ihr Mann am Ostermontag gefunden. "Der Anblick war einfach furchtbar", sagt Nina Miehling und schluckt. Diebe hatten eines ihrer Gotlandschafe von der Weide entführt, es getötet und auseinandergenommen.

Noch am Sonntagmorgen hatte Miehling das zutrauliche Schaf bei einem Spaziergang besucht und sich versichert, dass es ihm und der ganzen Herde gut geht. Das Schaf habe keine Angst vor Menschen gehabt. Es sei immer das zutraulichste gewesen und habe sich auch gerne streicheln lassen.

Spontane Tat sei ausgeschlossen

Eine spontane Tat schließt Miehling aus. "Die Diebe waren auf das Fleisch des Tieres aus", sagt sie. Der oder die Täter müssten Erfahrung im Schlachten haben. "Hier war kein Stümper am Werk, das Tier wurde sauber geschlachtet." Alle essbaren Teile des Schafes hätten die Täter mitgenommen und nur die Reste liegen gelassen. Ob die Schlachtung Teil eines religiösen Rituals war, ist nicht klar.

Das am Ostermontag getötete Schaf ist eines von rund 15 Gotlandschafen, die die Miehlings in Ober-Mörlen halten. Die alte Rasse sei inzwischen selten geworden. Die Miehlings züchten sie, um den Bestand zu erhalten. Vor Kurzem haben die Gotlandschafe Lämmchen bekommen. Sie sind gerade mal drei Wochen alt. "Doch selbst das hat die Täter nicht von der schrecklichen Tat abgehalten", sagt Miehling. Das getötete Schaf habe keine Waisen hinterlassen, denn die Lämmer hätten nach der Geburt nicht überlebt.

Fall wird zur Anzeige gebracht

Viele Ober-Mörlener kennen die Herde der Miehlings, und besonders die Kinder seien begeistert von den Lämmern und Schafen. "Ich bin einfach erschüttert und finde es sehr schade, dass Menschen so etwas tun."

Bisher sei so eine Tat zum Glück noch nie vorgekommen. Man habe keine Probleme mit Anwohnern oder Kunden gehabt. Die Weide liegt unterhalb des ehemaligen Wochenendgebietes Maiberg und sei eigentlich gut einsehbar. Für Miehling war klar, dass sie den Fall zur Anzeige bringen wird. Man dürfe bei so etwas nicht wegschauen. "Ich wünsche mir, dass alle die Augen offen halten und sich melden, sobald sie das Gefühl haben, dass etwas Unrechtes vor sich geht. Sei es ein Einbruch, Fehlverhalten gegenüber anderen Menschen oder Tieren."

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