Stephanie Becker-Bösch zu Besuch bei Helmut Haase (M.) und Lars Rörig von Haase Food GmbH in Ober-Mörlen. Das Foto ist vor dem zweiten Lockdown entstanden. FOTO: PRW
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Stephanie Becker-Bösch zu Besuch bei Helmut Haase (M.) und Lars Rörig von Haase Food GmbH in Ober-Mörlen. Das Foto ist vor dem zweiten Lockdown entstanden. FOTO: PRW

Geschlossene Kinos, keine Popcorn

  • vonred Redaktion
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Ober-Mörlen(prw). Popcorn gehört zu den beliebtesten Snacks - bei Kinobesuchen, Filmabenden zu Hause oder beim Kirmesbesuch, egal ob süß oder salzig. Popcorn kennt jeder. Dass ein Wetterauer Unternehmen jedoch weltweit für seinen Popcorn-Mais und seine Popcorn-Maschinen bekannt ist, wissen die wenigsten. Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch war kürzlich zu Besuch bei Haase Food GmbH in Ober-Mörlen.

Vor über 130 Jahren kamen die ersten kommerziellen Popcorn-Maschinen in den USA auf den Markt. Bis heute hat sich an der Herstellung kaum etwas verändert: ein Topf mit Kesselboden, elektrisch oder mit Gas betrieben, darin ein Rührwerk. Je nach Geschmack kommt Zucker oder Salz dazu - und schon liegt der Duft von frischem Popcorn in der Luft.

"Viele denken, dass Popcorn ein moderner Partysnack ist. Allerdings haben bereits die Ureinwohner Amerikas Popcorn als wichtiges Lebensmittel angesehen. Denn Popcorn schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund", sagt Geschäftsführer Helmut Haase, der das Unternehmen vor mehr als vier Jahrzehnten gegründet hat.

Einbruch wegen Corona-Krise

Aber das mittelständische Unternehmen ist nicht nur aufgrund seines Popcorn Sortiments bekannt. "Wir haben in den letzten Jahren eine neue Serie an Popcorn-Maschinen in den deutschen und europäischen Markt eingeführt. Es ist - wenn man so will - die Popcorn-Herstellung der Zukunft. Denn wir bieten mit der Induktionstechnik eine schnellere und einfachere Herstellung, die aber auch Veredelung verspricht. Ein Röst-Vorgang dauert knapp drei Minuten. Viel schneller im Vergleich zu herkömmlichen Geräten." Gleichzeitig sei ein Karamellisieren der Popcorn-Flocken möglich.

"Wir legen großen Wert darauf, mit unseren Lieferanten, die aus der ganzen Welt kommen, direkten Kontakt zu haben. Dadurch sind wir als mittelständisches Unternehmen sehr gut vernetzt - und das in der ganzen Welt."

Aber nicht nur Popcorn hat das Unternehmen im Sortiment. Von Popcorn über Nachos und Crêpes bis hin zu Zuckerwatte und Lebkuchen bietet Haase Food einen Umfang von über 3000 Produkten.

Doch die Corona-Krise hat dem mittelständischen Unternehmen schwer zugesetzt, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Lars Rörig: "Die aktuelle Krise macht uns schwer zu schaffen. Wir beliefern normalerweise Kinos, Freizeitparks, Gastronomen und Schausteller. Dadurch dass Veranstaltungen abgesagt worden sind und Kinos geschlossen wurden, haben wir in diesem Jahr einen großen Einbruch zu verzeichnen. Wir mussten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken."

Die Corona-Pandemie hat den Mittelstand mit voller Wucht getroffen, sagt Erste Kreisbeigeordnete Becker-Bösch. "Wir reden hier von einer der härtesten Wirtschaftskrisen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs." Es müssten zahlreiche Fragen beantwortet werden, gerade dazu, wie es für mittelständische Unternehmen weitergehe. Becker-Bösch sagt: "Das sind Fragen, auf die Politik nachhaltige Antworten geben muss, wenn wir Arbeitsplätze in unserer Region und die Innovationsfähigkeit dieser Unternehmen bewahren wollen. Ich spreche mich klar für Förderprogramme aus, die langfristig unsere mittelständischen Unternehmen unterstützen."

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