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Dank für eine lange gemeinsame Zeit: Die Jubiläumspaarepaare (von links) Kislich, Müller, Lewalter, Hadelko, Weckler, Farnung, Meiß, Jahn, Albus und König mit Pfarrer Ryszard Strojek (Mitte) in der St.-Remigius-Kirche Ober-Mörlen.

Gemeinsam durchs Leben

  • VonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Sonntagnachmittag in der frisch herausgeputzten St.-Remigius-Kirche. Auf der Orgel spielt Agnes Margraf einen feierlichen Hymnus. Eben noch prasselte ein Gewitterguss aufs Dorf herunter, jetzt lugt die Sonne durch die Kirchenfenster. Ihre Strahlen treffen auf glückliche Gesichter in feierlicher Atmosphäre. Zehn Paare, Familien und Freunde sind der Einladung zum Dankgottesdienst für Ehejubilare gefolgt.

Ein Jubelpaar musste aus gesundheitlichen Gründen auf die besondere Messe verzichten.

Von Herzen hieß Pfarrer Ryszard Strojek die diesjährigen Ehejubiläumspaare willkommen: ein Silbernes, fünf Goldene und vier Diamantene, zusammengerechnet also 515 bewegte Jahre in Gemeinsamkeit.

Der Pfarrer beglückwünschte die Jubilare und freute sich, dass so viele Paare zur Premiere in St. Remigius gekommen waren. Erstmals sollte der Tag der Ehejubiläen nämlich nicht im Mainzer Dom, sondern wegen der Corona-Pandemie in den heimischen Pfarreien stattfinden. »Eine gute Idee«, fanden die Betroffenen vor Ort.

Die gegenseitige Liebe sei ein Abbild der Liebe Gottes, führte Pfarrer Strojek in seiner Predigt zur Frage nach dem »Mehrwert einer christlichen Ehe« aus. Von Gott getragen, könnten die Paare in guten und in schlechten Zeiten einander tragen und ertragen. Diese lange Zeit des gemeinsamen Schaffens sei heute, da jede dritte Ehe geschieden werde, etwas ganz Besonderes.

Während des Dankamtes konnten die Jubelpaare Hand in Hand ihre Eheversprechen bekräftigen und sich erneut segnen lassen.

Außerdem überbrachte Pfarrer Strojek die Glückwünsche von Bischof Peter Kohlgraf aus Mainz und schenkte den Jubelpaaren im Namen der Pfarrei hübsch verzierte Teelichter mit dem Schriftzug: »Das Schönste, was die Liebe schenken kann, ist das stille Glück zweier Menschen« (Irmgard Erath).

Ein Geheimrezept für eine lange glückliche Ehe wurde zwar nicht ausgemacht, aber gut gestimmt tauschten die Jubelpaare beim anschließenden Sektempfang im Bonifatiussaal ihre Gedanken aus.

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