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Bei der Geldautomatensprengung im Mai wurden die Geschäftsräume zerstört. Auch in Zukunft wird es nur noch einen externen, dann aber besser geschützten Automaten geben. Die Innensanierung soll Ende Januar fertig werden.

Geldautomat bleibt draußen

  • VonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Pandemiebedingt hatte die Volksbank Ober-Mörlen mit mehrmonatiger Verspätung zur Generalversammlung in die Usatalhalle eingeladen. »Der persönliche Austausch ist uns trotz allem lieber als eine digitale Versammlung«, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Feuerstein. Im Fokus standen Bilanzen, die Verwendung des Jahresüberschusses, die Wahl zum Aufsichtsratsvorsitz und die Sanierung der Geschäftsräume nach der Geldautomatensprengung vier Monate zuvor.

Unisono stimmten 34 anwesende Mitglieder dafür, dass weit mehr als ein Drittel aus dem Jahresüberschuss als fünfprozentige Dividende (ein Prozent weniger als im Vorjahr) an die Mitglieder der selbstständigen Volksbank Ober-Mörlen ausgeschüttet werden. Der Rest geht laut einstimmigem Beschluss in die Rücklagen (alle Zahlen vgl. Kasten).

Ebenso einmütig verliefen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Wiederwahl von Bernd Feuerstein zum Aufsichtsratsvorsitzenden.

Die Ehrung von elf Goldjubilaren und einem Mitglied für 60-jährige Treue zur Volksbank hatte mit Rücksicht auf Corona im Vorfeld stattgefunden, die Jubilare nahmen ihre Urkunden und Präsente sowie den Dank für die langjährige Verbundenheit zu Hause entgegen. Im Geschäftsbericht charakterisierte Vorstand Andreas Wagner das Vorjahr als ein für die selbstständige Volksbank von Wachstum geprägtes. Wagner nannte ein deutliches Wachstum bei Kundeneinlagen und -kreditvolumen. Die günstige Entwicklung der Anleihe- und Aktienkurse im ersten Corona-Jahr sorgten Wagner zufolge für ein »zufriedenstellendes Jahresergebnis trotz weiter fallender Zinsüberschüsse aufgrund des extrem niedrigen Zinsniveaus und gestiegener Aufwendungen für Prüfung und Beratung«.

Auch im laufenden Jahr entwickle sich das Kundengeschäft positiv, stellte Wagner fest und dankte im Namen des Vorstandes allen Mitgliedern. Großer Dank galt in einem von Corona und der Automatensprengung überschatteten Jahr den zwölf Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz sowie dem Aufsichtsrat für die »gute Zusammenarbeit, konstruktive Kritik und gemeinsame Lösungsfindung«. Auch zukünftig wolle die Volksbank Ober-Mörlen Ansprechpartner in allen Dingen rund ums Geld sein.

Aufsichtsratsvorsitzender Feuerstein berichtete vom Prüfergebnis durch den Genossenschaftsverband und ging auf die vom Vorstand vorgestellte Sonderprüfung durch die Bundesbank ein. Mängel im Risikomanagement, größtenteils in der Dokumentation, seien aufgedeckt und externe Berater beauftragt worden. Den Mitgliedern empfahl Feuerstein die Zustimmung zum Jahresabschluss und zur Entlastung des Vorstandes.

Der Dank des Kontrollorgans in einem extremen Jahr gelte den Mitarbeitern und dem Vorstand der Volksbank Ober-Mörlen für ihre mit großem Engagement geleistete Arbeit.

In einem unterhaltsamen Dialog schilderten die Volksbankvorstände Thomas Emich und Andreas Wagner die Folgen der Geldautomatensprengung am 25. Mai mit Zerstörung der Hälfte aller Geschäftsräume. Einen Geldautomaten innen werde es nicht mehr geben, stattdessen eine eingehauste Lösung auf dem Kundenparkplatz ungefähr dort, wo jetzt der Container steht. Der beim Umbau 2014 neu gestaltete Servicebereich bekomme eine neue Anordnung und einen Eingang in der Mitte der Hausfront. Dass die Umbauten so lange dauerten, hänge mit Planung und Ausschreibungen zusammen, mit vollen Handwerkerkalendern und Engpässen in der Materiallieferung. Vermutlich Ende Januar soll alles fertig sein.

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