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Schmal, abrupt zuende und gefährlich zwischen zwei Kurven: der Gehweg auf der Usabrücke am Sportplatz.

Gehwege und Gefahrenstellen im Blick

  • VonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Konstruktive Diskussionen unter gut aufgelegten Politikern bestimmten am Donnerstagabend die Gemeindevertretersitzung in Ober-Mörlen. Vorsitzender Mario Sprengel (SPD) konnte mit sichtlicher Freude alle 31 Abgeordneten in der Usatalhalle begrüßen. Wie schon in den Ausschusssitzungen der vergangenen Tage herrschte Aufbruchstimmung.

»Dies ist der Tag der Premieren der Neuen«, nannte es Carolin Scherer (SPD), die sich mit ihrer Parlamentsrede in die Reihe der jungen neuen Volksvertreterinnen stellte, die erstmals am Abgeordnetenmikrofon ihre Anliegen vortrugen.

Einziger Beschluss des Abends: Der Gemeindevorstand darf sich um den Verkauf eines schmalen, brachliegenden Grundstücks an der B 275 in Langenhain-Ziegenberg kümmern. Es soll dem privaten Käufer des Nachbargrundstücks die Zufahrt zum Bauplatz ermöglichen, liegt dieser doch komplett hinter der aufwendig ausgebauten Bushaltestelle.

FWG-Anträge zur Dorfverschönerung

Streitpunkt in der Diskussion: eine im Untergrund liegende Bunkeranlage und damit verbundene Haftungsfragen. Während die FWG das Thema, auch wegen der Preisgestaltung, gerne im Haupt- und Finanzausschuss behandelt gesehen hätte, plädierte die SPD für den Verkauf.

Drei Anträge zur Dorfverschönerung hatte die FWG eingebracht. Alle stießen auf großes Interesse und wurden zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt verwiesen. Thematisiert und in einen größeren Zusammenhang gestellt werden dort der Fußweg entlang der Usa in der Usagasse, der Gehweg auf der Usabrücke am Sportplatz und die Anbringung von Müllbehältern an Ruhebänken und neuralgischen Punkten im Dorf.

Die Abfalleimer avancierten zum Reizthema des Abends. Für die FWG stellte Kai Ilge das Müllthema vor. Man hätte gerne an jeder Ruhebank im Dorf einen solchen Behälter, auch habe sich die Gemeinde um die regelmäßige Leerung zu kümmern, um eine »Verschmutzung des öffentlichen Raums zu vermeiden«. Das sahen Vertreter von CDU und SPD kritisch und plädierten dafür, dem Bauhof nicht noch mehr Arbeit aufzubürden. Vor seiner Zeit habe es einen Parlamentsbeschluss gegeben, die Mülleimer zu entfernen, um die Menschen anzuhalten, ihren Müll mitzunehmen, blickte Joachim Reimertshofer (SPD) zurück. Das Problem liege in den Köpfen der Leute, nicht am Vorhandensein von Mülleimern, führte er das Beispiel »Wasserhäuschen am Promilleweg« an, dessen Umgebung mit und ohne Mülleimer, mit und ohne Bank »aussieht wie Sau«.

Wunsch nach Barrierefreiheit

Die Aufwertung von Gehwegen und Minimierung von Gefahrenstellen erfreute sich bei allen großer Beliebtheit. Schöner Nebeneffekt: Politiker aller Parteien hatten sich per pedes oder Rad gründlich im Dorf umgeschaut.

Catinca Roth (FWG) schilderte den Zustand des »Trampelpfades« in der Usagasse und wünschte sich für die gerne frequentierte Verbindung zwischen Dorfkern und Feld einen barrierefreien und mit Rücksicht auf die Überschwemmungsgefahr befestigten Gehweg. Im Namen der SPD wünschte sich Carolin Scherer einen erweiterten Blick auf den Gesamtzusammenhang eines Gehwegenetzes und dessen attraktive Ausgestaltung.

Auch Holger Reuß (CDU) richtete den Fokus auf weiterführende Maßnahmen. Den viel zu schmalen Gehweg auf der Usabrücke zum Sportplatz, seine hohen Stufen und seine abrupten Enden - noch dazu an einer unübersichtlichen Stelle zwischen zwei Kurven mit oft zu schnell fahrenden Autos - rückte Laura Wölfl (FWG) in den Mittelpunkt. »Diese gefährliche Ecke soll sicherer werden!«

Dem stimmten CDU und SPD gerne zu, wollten sich laut Dr. Matthias Heil (CDU) aber vor einer Beschlussfassung über DIN-Normen schlau machen und auch hier eine Weiterführung ins Auge fassen. Auch müssten den ehemaligen Wirtschaftsweg weiterhin landwirtschaftliche Fahrzeuge passieren können. »Unser Dorf soll sicherer und schöner werden«, warb Sabine Schaller (SPD). Unisono wurde der Antrag in den Bauausschuss delegiert.

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