Gemeinsames Ziel der "Klima-Kommunen" ist es, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen, etwa von CO2, zu reduzieren. Ober-Mörlen denkt über den Beitritt nach.	FOTO: DPA
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Gemeinsames Ziel der »Klima-Kommunen« ist es, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen, etwa von CO2, zu reduzieren. Ober-Mörlen denkt über den Beitritt nach. FOTO: DPA

Fördermittel und Klimaschutz

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Für die Entwicklung des ländlichen Raums gibt es seit vielen Jahren auch die Möglichkeit, über ein Förderprogramm der EU an Beratung und Zuschüsse zu kommen. In diesem Zusammenhang stellte die SPD in der jüngsten Parlamentssitzung den Antrag auf Beitritt zur LEADER-Region Wetterau/Oberhessen. Dem Förderprogramm der Europäischen Union und des Landes Hessen zur Förderung ländlicher Räume gehören bislang 17 von 25 Wetterauer Kommunen an.

Günstiger Beitrittszeitpunkt für Ober-Mörlen wäre laut SPD-Antrag die neue Förderperiode, die im kommenden Januar oder - wegen des EU-Austritts der Briten - eventuell ein Jahr später startet. »Wir brauchen Geld und auch Rat bei der Beantragung von Fördermitteln, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Reimertshofer. Die Mitgliedschaft koste nichts und könne wertvolle Hilfe sein. Zusätzlich möge der Gemeindevorstand Kontakt mit der WI-Bank aufnehmen zwecks externer Beratung beispielsweise rund um die Förderung einer neuen Sport- und Kulturhalle.

Appell an Gewissen

Eine kurze Grundsatzdebatte unter den Fraktionen über die Sichtung von Fördermitteln und eventuelle Versäumnisse des Gemeindevorstands konterte Bürgermeisterin Kristina Paulenz mit der Feststellung, dass man alles andere als untätig sei. Ein Mitarbeiter in der Verwaltung habe beispielsweise alle Institutionen »bis Brüssel« abgeklopft, um Fördermittel für den Hallenbau zu rekrutieren. »Bisher gab es überall ein Nein.« Der Haupt- und Finanzausschuss wird sich jetzt mit dem Thema befassen.

Mit einer Mitgliedschaft im Bündnis »Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen« setzt sich auf einhelligen Abgeordnetenwunsch der Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt auseinander. Die CDU-Fraktion hatte in ihrem Beitrittsantrag an das Klima-Gewissen der Kommune appelliert. Um dem Zusammenschluss von bislang über 200 »Klima-Kommunen« beitreten zu können, müsste die Gemeinde eine aktuelle CO2-Startbilanz und ein Klimaschutzkonzept erstellen sowie in der Folge jedes Jahr über umgesetzte Maßnahmen berichten.

Laut Antrag soll sich die Gemeinde dabei von der Landes-Energie-Agentur kostenlos beraten lassen. Als »Klima-Kommune« könne man von den vielfältigen Vorteilen des Netzwerks profitieren und auf lokaler Ebene praktikable Aktivitäten zum Klimaschutz angehen. Ein Beispielkonzept finde man bei der Stadt Rosbach, eine Aufstellung aller Städte und Gemeinden sei online unter www.klima-kommunen- hessen.de einzusehen. Alle Fraktionen zeigten sich angetan von der Klimaschutz-Initiative und wollen sich nun im Ausschuss schlau machen.

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