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Zum Erntedank in St. Remigius tragen Landfrauen und Ortsbauernverband Fürbitten vor.

Fast so viele Besucher wie an Ostern

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Ober-Mörlen(hau). Malerisch zeichnen sich Sonnenstrahlen in die Weihrauchschwaden unterm Kirchenfenster. Vor dem Altar geben sich Früchte aus Feld und Garten ein farbenprächtiges Stelldichein mit einer großen Messdienerschar und ihren Flambeaus. Fröhlich singen und spielen die Kindergartenkinder die Schöpfungsgeschichte. Dank und Fürbitten tragen Pfarrer Ryszard Strojek, Vertreter des Ortsbauernverbands und des Landfrauenvereins vor, derweil die Orgel den berührenden Gottesdienst triumphierend umspielt.

Gefühlt tausend Menschen - jedenfalls fast so viele wie zu Weihnachten oder Ostern - sind am Sonntag in die katholische Pfarrkirche St. Remigius geströmt, um miteinander Erntedankgottesdienst zu feiern. Im riesigen Kreis scharten sich Kinder, Eltern und Erzieherinnen der katholischen Kita auf Einladung ihres Pfarrers um den Altar, um Danke zu sagen. Zumal in einer Zeit, da die Natur und ihre Gaben wieder mehr in den Fokus rückt.

Gerne folgten viele Besucher dann der Einladung ins Gemeindezentrum, um im besonnten Pfarrgarten und im Bonifatiussaal bei Weck, Worscht und Woi oder Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Den Volkstänzerinnen unter den Landfrauen diente ihr aus Tausenden Körnern zusammengestelltes "Danke"-Schild als Kulisse für die Erntetänze. Die heimische Mundartband "S’Kapellsche" (Kerstin und Jörg Bodenröder, Silvia Scheibel und Hendrik Schaupp) begeisterte mit einem herzerfrischenden Potpourri mitten aus der Werrerau, wo sich Handkäs’, Äppelwoi, die Frau Rauscher aus der Klappergass und eine nagelneue Hymne auf die örtlichen Uznamen ein musikalisches Stelldichein gaben. (Foto: hau)

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