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Die Standfestigkeit war so gefährdet, dass die alte Ziegelsteinmauer an der katholischen Kita St. Remigius abgerissen werden musste.Eine Säule bleibt zur Erinnerung stehen.

Eine Säule zur Erinnerung

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Über 100 Jahre hatte die schöne rote Ziegelmauer das Garten- und Spielplatzgelände am Josefshaus in Richtung Wilhelm-Busch-Weg umfriedet. Gleich nach dem Bau des Schwesternhauses mit Kleinkinderschule (heute Kita) im Jahr 1907 wurde die Mauer aus Hartbrandziegeln errichtet.

Im Laufe der vergangenen Woche verschwand die Mauer. Sie soll durch einen sogenannten Doppelstabzaun ersetzt werden, wie er auch schon auf dem Spielplatzgelände Verwendung fand. »Wir mussten die Reißleine ziehen«, erklärte Projektleiter Walter Grimmel vom kirchlichen Verwaltungsrat. Die Mauer sei so instabil gewesen, dass Gefahr im Verzug gewesen sei. Grund waren die korrodierten T-Träger.

Sanierung nicht mehr machbar

Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn in der enge Straße ein Fahrzeug die Mauer touchiert hätte. Zum Schutz der Kinder und Erzieherinnen und Bewohner des Josefshauses habe man innen einen Bauzaun errichtet. »Wir haben versucht, das gute Stück zu retten«, erklärt Grimmel, aber eine Sanierung sei nicht machbar gewesen.

Zur Erinnerung an die im Jahr 1910 fertiggestellte Mauer habe man eine Säule stehen gelassen.

In den Zaun sollen zwei große Tore eingelassen werden, damit im Fall des Falles Feuerwehr oder Zulieferer hier hineinkommen. Kosten von rund 16 000 Euro seien kalkuliert, so Grimmel. Welche Form von Sichtschutz angebracht wird, ist noch offen.

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