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Martin Zimmer wird von Rathauschefin Kristina Paulenz mit dem Bürgermeisterorden ausgezeichnet. FOTO: HAU

Ehre für den Obertüftler

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Ober-Mörlen(hau). Bürgermeisterin Kristina Paulenz machte es spannend am Samstagabend bei der Verleihung des ersten Bürgermeisterin-Ordens in der diesjährigen Kampagne. Bevor sie während der Fassenachtssitzung des Mörlauer Carneval-Clubs verriet, dass sie Martin Zimmer für dessen Engagement zur Bewahrung des närrischen Brauchtums auszeichnen wollte, erläuterte sie die strengen "Ordensvergaberegeln".

Demnach könnten nur "sehr tüchtige, närrische, kreative, langjährige, herausragende, ehrenamtlich tätige und verantwortungsbewusste Personen mit viel Gemeinschaftssinn für die Auszeichnung überhaupt in Betracht gezogen werden". Nachdem alle im proppenvollen Saal auf der Bürgermeisterin Geheiß aufgestanden waren, ermittelte sie über Ausschlusskriterien, wer gemeint sein könnte. Am Ende blieb nur ein Kandidat stehen, der alle Vorgaben erfüllte.

Der leidenschaftliche Tüftler Martin Zimmer aus Nieder-Mörlen wird seit 49 Jahren als Mitglied Nr. 222 im MCC geführt und wirkt noch länger im Verein. Seit 50 Jahren gehört Zimmer zum Musikzug "Rote Husaren", zunächst an der Fanfare, dann am Tenorhorn. Seit 20 Jahren ist er im Vereinsvorstand aktiv, aktuell als Musikzug-Abteilungsleiter.

Als Ideengeber, Ansprechpartner und Mann mit außerordentlicher handwerklicher Schaffenskraft wirkt Zimmer bei Vereinsveranstaltungen als Organisator, Grillmeister oder Küchenchef und mit besonderer Hingabe beim Fastnachtswagenbau. Seine Workshops bei Wagenbau-Weltmeister Jaques Tilly in Düsseldorf sowie Mal- und Zeichenkurse bringen neue Impulse an die Usa. Unter Jubel fiel Martin Zimmer zur Ordensverleihung wie zum Ritterschlag vor der Bürgermeisterin aufs Knie.

Eigentlich hätte die Hälfte aller MCCler den Orden verdient, formulierte es der Geehrte in seinem Dank für die besondere Auszeichnung. Niemand möge traurig, sondern einfach auch nur 50 Jahre aktiv sein, sagte er schmunzelnd. Dass die A 5 für Olympia 2032 in Mörlau unterirdisch verlegt werde, fördere das Zusammenwachsen beider Mörlen. Augenzwinkernd lud die leibhaftige Integrationsfigur alle ein, sich beim närrischen Lindwurm am Fastnachtssonntag selbst ein Bild von den Motivwagen zu machen. Der MCC werde auch eine in Draht und Pappmaschee gestaltete Bürgermeisterin mitführen.

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