Die Usatalhalle auf dem Lekkerkerkplatz soll einem Nahversorgungszentrum nebst Wohnraum weichen, vorher soll am anderen Ortsende ein Ersatzbau entstehen. FOTO: HAUSMANNS
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Die Usatalhalle auf dem Lekkerkerkplatz soll einem Nahversorgungszentrum nebst Wohnraum weichen, vorher soll am anderen Ortsende ein Ersatzbau entstehen. FOTO: HAUSMANNS

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Dritter Investor stellt sich vor

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). Noch einmal trafen sich dieser Tage der Haupt- und Finanzausschuss und der Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt in der Usatalhalle zur gemeinsamen Sitzung. Weitere Parlamentarier, Mitglieder des Gemeindevorstands und drei Bürger waren gekommen, um den dritten Interessenten an der Lekkerkerkplatz-Entwicklung kennenzulernen. Gemeinsam stellten sich aus dem Raum Fulda die Kropp-Gruppe "Bauen.Betreiben.Betreuen" als Investor und das Architekturbüro Reith-Wehner-Storch vor. Sie zeigten Referenzprojekte und erste Ober-Mörler Standortanalysen.

Fragerunde der Politiker

Beide Firmen stemmten schon zahlreiche gemeinsame Projekte, erfuhren die Politiker von Kropp-Geschäftsführer Oliver Kropp und Architekt Stephan Storch. Kropp zeigte einen Einblick in ein in dritter Generation geführtes Familienunternehmen, das in allen Bereichen des Bauens, Betreibens und Betreuens zu Hause sei. "Quartiersbeispiele" mit Handelsfläche unten und verträglicher Nutzung oben, wie für den Lekkerkerkplatz gewünscht, sei vielfach erfolgreich umgesetzt. Aus dem "Blumenstrauß an Leistungen" gebe es auch für Ober-Mörlen eine Lösung, die zur Bereicherung des Dorfes beitrage.

Storch berichtete von 30 Mitarbeitern in einem breit aufgestellten Architekturbüro. Ober-Mörlen hatte er sich schon genauer angeschaut und als Orientierungshilfe städtebauliche Typologien wie giebelständige Fachwerkhäuser aufgenommen. Daraus lasse sich auf dem Lekkerkerkplatz eine passgenaue Architektur entwickeln. Während der anschließenden Fragerunde erfuhren die Ortspolitiker mit Blick auf die vor der Platzentwicklung zu bauende Sport- und Kulturhalle am anderen Ende des Dorfes, dass die Kropp-Gruppe auch Erfahrung im Hallenbau habe. Die planungstechnische Vorbereitung der Platzentwicklung könne man gut parallel zum Hallenbau laufen lassen, sah Kropp der Herausforderung gelassen entgegen. Als Bauunternehmen seien sie an Flexibilität gewöhnt. Es mache Sinn, beide Projekte aus einer Hand anzubieten.

Damit gliederte sich auch das dritte Duo in die Reihe der in die engere Wahl gezogenen Geschäftspartner ein, die ihr Interesse an der Entwicklung des Lekkerkerkplatzes am westlichen Ortseingang bekundet haben. Alle würden gerne auch die neue Sport- und Kulturhalle am östlichen Ortseingang planen und bauen. Kürzlich vorgestellt hatten sich Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt mit Rathke Architekten BDA Wuppertal sowie ES Wohnungsbau Ober-Mörlen mit blfp Architekten Friedberg (wir berichteten).

Laut Interessenbekundungsverfahren, in die Hand genommen vom Architekturbüro Alfred Möller aus Bad Nauheim, ist die Aufgabenstellung auf dem Lekkerkerkplatz nach dem Abriss der Usatalhalle die Sicherung der Nahversorgung in Form eines Vollsortimenters, ergänzt beispielsweise durch einen Drogeriemarkt, Gastronomie, Café oder ähnliches auf insgesamt maximal 4300 Quadratmetern Erdgeschossfläche. Im Obergeschoss soll bezahlbarer Wohnraum entstehen, eventuell nicht störende Nutzung durch Praxen oder Büros. Sicherzustellen sind Stellplätze für Bewohner und Kunden, Raum für die Anlieferung und Grünflächen.

Der Ankaufspreis wurde vom Büro Möller geschätzt und auf einen Quadratmeterpreis (vollerschlossen) von mindestens 250 Euro festgelegt. Bei einer Grundstücksgröße des Lekkerkerkplatzes von 13 399 Quadratmetern entspricht dies mindestens 3,35 Mio. Euro. Abbruch und Entsorgung der Usatalhalle gehen zulasten des Käufers. In einer nächsten Stufe des formlosen Verfahrens werden die Interessenten zur Abgabe einer detaillierteren, städtebaulichen Planung aufgefordert, die dann dem Parlament vorgelegt wird. hau

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