Dekanat plant Kita am Seniorenzentrum

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). Zum Sachstand von Dachsanierung und Ausbau der evangelischen Kindertagesstätte "Sonnenstrahl" in Langenhain-Ziegenberg hatten CDU und FWG für die jüngste Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstag Anfragen eingereicht. Aus den schriftlichen Antworten von Bürgermeisterin Kristina Paulenz geht hervor, dass sie das Angebot von Kita und Träger begrüße, für eine Interimszeit von maximal zwei Jahren den Bewegungs- als dritten Gruppenraum für bis zu 15 Kinder zwischen drei und sechs Jahren zu nutzen. Einrichtungsgegenstände im Wert von 3517 Euro hat die Gemeinde beigesteuert. Eine Zusage, binnen dieser Zwei-Jahres-Frist die Sanierung fertigzustellen, gibt es nicht. Vielmehr sind laut Paulenz die Gewerke nicht neu ausgeschrieben worden, weil einerseits die Fördermittel voraussichtlich nicht im erhofften Umfang zu erwarten sind und "da abzuwarten ist, ob der zusätzliche Gruppenraum zur Deckung des Betreuungsbedarfes perspektivisch überhaupt noch notwendig ist".

Hierzu die schriftlich fixierte und von den Abgeordneten nicht hinterfragte Überraschung des Abends: Offenbar ist schon ein Kita-Neubau im Gespräch. Wörtlich heißt es in der Antwort der Bürgermeisterin: "Aufgrund von Gesprächen, die von der Bürgermeisterin mit Herrn Hilgert von der Gesellschaft für diakonische Einrichtungen (GfdE) und Herrn Dekan Guth, Evangelisches Dekanat Wetterau, geführt werden, kristallisiert sich zum jetzigen Zeitpunkt heraus, dass die GfdE in Zusammenhang mit der Seniorenresidenz eine Kindertagesstätte für vier Gruppen baut, die vom Evangelischen Dekanat betrieben wird. Der Aufsichtsrat (der GfdE, Anm. der Redaktion) hat vor wenigen Tagen seine Zustimmung zum Gesamtprojekt erteilt".

Auf WZ-Anfrage erklärte Paulenz, dass das Projekt von Dekan Volkhard Guth ins Gespräch gebracht worden sei. Die neue Kita würde nach derzeitigem Stand der Überlegungen in Ober-Mörlen gebaut, und zwar im direkten Anschluss an die Seniorenresidenz auf dem von der GfdE bereits gekauften Grundstück. Eventuell müssten wenige Quadratmeter mehr erstanden werden, sagt Paulenz.

Am Plan für Mehrfamilienhäuser oberhalb des Gebäudekomplexes an der verlängerten Dr. Werner-Stoll-Straße würde sich durch die neue Situation nichts ändern. Das evangelische Dekanat würde dann also zwei Kitas in der Kommune betreiben.

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