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Blasmusik-Premiere mit Werner Erker im Schlosshof

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Eine imposante Kulisse und ein Schmankerl nicht nur für die Freunde der klassischen Blasmusik: Werner Erker und sein Ensemble im Schlosshof.
Eine imposante Kulisse und ein Schmankerl nicht nur für die Freunde der klassischen Blasmusik: Werner Erker und sein Ensemble im Schlosshof. © Annette Hausmanns

Ober-Mörlen (hau). »Werner und die Original Erkerländer« hätten sie fast geheißen. Aber auch unter dem Namen »Werner Erker und seine Musikanten« erweisen die Musiker um ihren Bandleader aus Pfaffenwiesbach jener Musik aus dem Egerland die Ehre, der Ernst Mosch zu großer Popularität verhalf.

Was das 15-köpfige Ensemble am Sonntag beim zünftigen Blasmusik-Frühschoppen im Schlosshof bot, reichte jedoch über »Dicke-Backe-Musik« weit hinaus. Vielmehr spielten die Musiker Polkas, Märsche und Walzer auf ganz hohem Niveau.

Nach den gewittrigen Vorhersagen kam das makellose Hochsommerwetter nicht nur den Musikern und dem Gemeindevorstand als Veranstalter der Premiere entgegen. Vielmehr freuten sich mit Organisatorin Bärbel Liebert auch rund 300 Gäste über den stimmungsvollen Mittag in Ober-Mörlens guter Freiluftstube. Die Helfer von der Feuerwehr hatten Zelte, Bänke und Schirme aufgestellt. Unter Hochdruck löschten die Brandschützer den Durst des Publikums. Gegen den Hunger half der Schlossgeist persönlich.

Auch das musikalische Programm stand unter dem Zeichen »Die Sonne geht auf«. Der gleichnamige Konzertmarsch nach Noten von Rudi Fischer gilt als besonders schön – aber auch besonders schwierig. Dass die Musikanten um Werner Erker Profis oder zumindest gute Amateure sind, hörte man schon der Lottchen-Polka oder dem vertrauten »Aus Böhmen kommt die Musik« an.

»Hier sitzen fünf Dirigenten, und die tun alle, was ich will«, scherzte Erker. Die Stimmung unter den Musikern wirkte überaus harmonisch, dynamisch und von den Trompeten bis zur Trommel geschliffen. Josef Ulrichs »Astronautenmarsch« schien in galaktische Weiten abzuheben, die Klarinetten glänzten golden und beim »Swinging Offenbach« begann das große Raunen. Natürlich war nicht Frankfurts Nachbarstädtchen gemeint, sondern der gleichnamige Komponisten mit Vornamen Jacques.

Bei den »Trompetereien« mit Stefan Beck, Hans-Jörg Bleher und Werner Erker wurde dem Zuhörer fast schwindlig, und zu den abschließenden »Alten Kameraden« verriet Bürgermeister Jörg Wetzstein, bekennender Blasmusik-Fan zu sein.

Eine Fortsetzung der Reihe zur Belebung des sanierten Schlosshofes biete indes viele Facetten. »Wir können auch Big Band«, empfahlen sich Erker und seine Musikanten für ein Wiedersehen.

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