"Aktive Follower": die Gefirmten mit Pfarrer Ryszard Strojek, Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und den Messdienern. Foto: Hausmanns
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"Aktive Follower": die Gefirmten mit Pfarrer Ryszard Strojek, Domdekan Prälat Heinz Heckwolf und den Messdienern. Foto: Hausmanns

Zur Bekräftigung des Glaubens

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). Feierlich zog am Samstagabend zu den festlichen Klängen der Usatal-Musikanten eine lange Prozession aus jungen Leuten durchs Hauptportal in die katholische Pfarrkirche St. Remigius ein. Begleitet wurden die 48 Jugendlichen aus Ober- und Nieder-Mörlen, die sich seit Monaten auf ihre Firmung vorbereitet hatten, von ihren Firmpaten und Katecheten, von zahlreichen Messdienern, Pfarrer Ryszard Strojek und dem hohen Gast aus Mainz: Domdekan Prälat Heinz Heckwolf. Er spendete den Firmbewerbern im Laufe der Vorabendmesse das Firmsakrament.

Das Gotteshaus war zu dem feierlichen Anlass mindestens so dicht gefüllt wie zu Weihnachten. Familien und Freunde der jungen Leute wohnten einer Zeremonie bei, der es bei aller Würde und Tradition auch nicht an jugendlicher Frische mangelte. Verantwortung dafür trugen neben der jungen geistlichen Musik von Projektchor und Band der Familiengottesdienstinitiative (Leitung Guido Rotter) natürlich die Firmlinge selbst, das Katecheten-Team aus Kim Bachmann, Lisa Bauer, Daniela Hahn, Bianca Heine, Helena Steuerwald, Tanja Zopf-Camarda und Pfarrer Ryszard Strojek sowie Domdekan Heckwolf.

Der 77-Jährige zog in seiner kurzweiligen Predigt Parallelen zu Social Media, definierte die Kirche als "die wohl älteste Community im Abendland" und lud die Jugendlichen ein, sich auch weiterhin als soziale Wesen beziehungsweise aktive Follower in die Gemeinschaft Gottes einzubringen. Die Vorbereitungszeit habe sicher viele Fragen und Diskussionen aufgeworfen. Im Namen der beiden Pfarrgemeinderäte in der Pfarrgruppe Mörlen hießen Helga Fritz und Patricia Philipp die Jugendlichen herzlich in der gestärkten Gemeinschaft willkommen, in der es auf jeden Einzelnen ankomme.

Zuvor hatte der Domdekan aus Mainz allen 48 Jugendlichen mit Chrisam, einem vom Bischof geweihten Salböl, ein Kreuzzeichen auf die Stirn gezeichnet und ihnen beim Handauflegen gewünscht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Wie es der Brauch will, legten die Firmpaten den Firmlingen unterdessen ihre Hand auf die rechte Schulter. Abgeleitet vom lateinischen "firmus" (stark) will die Firmung bei jungen Katholiken den Glauben durch die Kraft des Geistes Gottes stärken und eine engere Verbindung innerhalb der Kirche schaffen. Die Firmung als eines der sieben Sakramente gilt als Fortführung von Taufe und Erstkommunion, als eigenverantwortliche Bekräftigung des Glaubens.

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