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Auf dem Bauplatz für die Seniorenresidenz dürfen vorerst noch Widerkäuer residieren, derweil gegenüber die Häusle- und Straßenbauer fleißig werkeln.

Bauantrag bis Ende September

  • VonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Auf einen späteren Sitzungstermin vertagt hat das Ober-Mörler Parlament vergangene Woche die Diskussion über die Verbreiterung des Gehweges über die Usabrücke in den Mühlwiesen mit Anpassung an das vorhandene Gelände, wie sie die FWG beantragt und der Bauausschuss beraten hatte.

Einig waren sich alle Fraktionen, dass es fachmännischen Rat brauche, bevor man über Maßnahmen, Kosten und Haushaltsmittel reden könne. Hoffnung setzt man nun auf eine Verkehrsschau. Im Rathaus bemühe man sich um einen Termin, erklärte Bürgermeisterin Kristina Paulenz.

Einstimmig wählten die Gemeindevertreter neue Schiedspersonen für Ober-Mörlen: Dr. Lothar Datan ist Ober-Mörlens neuer Schiedsmann, sein Stellvertreter ist Rainer Baak. Die Amtszeit der beiden Ehrenamtler beträgt fünf Jahre. Sie folgen auf Dr. Erik Meyer und Josef Freundl, deren Ehrenamtszeit abgelaufen war. Die Nachfolger wohnen beide in Langenhain-Ziegenberg und hatten sich um das Ehrenamt beworben.

In den Anfragen ging es unter anderem um den Windpark Winterstein und wann der Gemeindevorstand das Parlament darüber informiere. Bürgermeisterin Paulenz stellte eine gemeinsame Vorlage der mit dem Windpark am Winterstein befassten Partner in Aussicht. Ober-Mörlen sei zwar mit Rosbach, Friedberg und Wehrheim im Boot, die Windräder würden aber nicht auf Ober-Mörler Gemarkungsflächen entstehen.

Bezüglich der Seniorenresidenz erklärte die Rathauschefin, dass die Gesellschaft für Diakonische Einrichtungen (GfdE) den Bauantrag noch nicht gestellt habe. Dies werde aber bis zur gesetzten Frist Ende September ihrer Einschätzung nach sicher geschehen. Wegen Umplanungen war die Frist im vergangenen Jahr verlängert worden. Eingeplant wird eine Kindertagesstätte, entfallen wird die angedachte Arztpraxis, nachdem die möglicherweise interessierte Praxis unlängst absagte.

Nächtliche Raserei und Motorenlärm

Der kaum noch sichtbare Fußgängerüberweg in der unteren, nun auch als Umleitungsstrecke sehr stark frequentierten Dr.-Werner-Stoll-Straße werde jetzt wieder hergerichtet, sagte die Bürgermeisterin zu. Alle Materialien seien beisammen. Überdies wurde aus der Gemeindevertretung eingewandt, dass insbesondere nachts die laute Raserei vor allem von Motoradfahrern auf der Usinger und der Dr.-Werner-Stoll-Straße beträchtliche Ausmaße angenommen habe. Wie dem überhöhten Tempo in den Straßen begegnet werden kann, blieb offen.

Nachdem auf der stets dicht beparkten Borngasse vor der Wintersteinschule unlängst ein Kind angefahren worden war, rückte die Verkehrssicherheit in diesem Bereich auch im Parlament in den Fokus. Die Situation soll bei der nächsten Verkehrsschau unter die Lupe genommen werden.

Wie der Gemeindevorstand mitteilte, werde zur Wiedernutzbarmachung des Mehrzweckraumes im Dachgeschoss der evangelischen Kindertagesstätte Sonnenstrahl« Langenhain-Ziegenberg ein Ingenieurbüro aus Rockenberg mit haustechnischen Ingenieurleistungen zur veranschlagten Summe von 15 260 Euro beauftragt. Das Geld steht im aktuellen Haushalt zur Verfügung.

Gemäß dem Zuwendungsbescheid des Landes Hessen sei im Juli die Erstattung für nicht in Anspruch genommene Betreuungsleistungen an die betroffenen Eltern erfolgt, so die Mitteilung aus dem Gemeindevorstand.

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