Seelenbalsam: Das "Corona-Läuten" wirkt in der Verbindung mit dem Licht der Zuversicht noch intensiver.	FOTO: HAU
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Seelenbalsam: Das »Corona-Läuten« wirkt in der Verbindung mit dem Licht der Zuversicht noch intensiver. FOTO: HAU

Balsam für die Seele

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). »Da freut sich mein Herz«, sagt eine Besucherin und steht staunend unterm Ober-Mörler Kirchturm. Etliche Kilometer hat sie zu Fuß zurückgelegt, um diese Momente zu erleben. Das majestätische Gebäude am Kirchplatz ist in eine festliche Farbkomposition aus blau, grün, gelb und weiß getaucht.

Details wie die rot schimmernde hölzerne Umkragung von Turm und Kirchenschiff fallen unter diesen Lichtverhältnissen erstmals ins Auge. Das wilde Geäst der Bäume bildet einen faszinierenden Kontrast zur linearen Architektur, und über allem wölbt sich ein tiefblauer Abendhimmel mit funkelnden Sternen rund um das Tête-à-Tête von Mondsichel und leuchtend heller Venus.

Zwei wundervolle Abende hintereinander standen am Wochenende auf dem weiten Rund überaus locker verteilt Menschen und genossen den Augenblick. Wohlige Gänsehaut machte sich breit, als sich die Glocken, einer eigenen Choreografie gehorchend und von Hand geläutet, nach und nach zu einer Symphonie der Hoffnung in schweren Zeiten zu erheben schienen.

Darüber freuten sich neben den dankbaren Passanten insbesondere die katholische Pfarrei, Lichttechnikmeister Norbert Mohr (NoMohr Light) mit seiner Tochter Franziska und Torben Dietz (TR-Eventtechnik), die das trostreiche Erleben möglich machten.

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