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Alle Erwartungen übertroffen

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Von: red Redaktion

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Spendenübergabe: Charlotte Blecher (Konrektorin), Alexander Dahl (Schulleiter), Maxi Pfeffer (Förderverein), Anne-Katrin Loßnitzer (GAiN), Michaela Dämon und Heike Müller (Schulelternbeirat). © pv

Ober-Mörlen (pm). Rund 36 000 Euro hat die Schulgemeinde der Wintersteinschule am vergangenen Donnerstag an die in Gießen ansässige Hilfsorganisation GAiN überreichen können. »Eine Summe, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können«, heißt es in einer Pressemitteilung dazu. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine sei bei der Schulgemeinde schnell der Wunsch entstanden, zu helfen.

Die Idee eines Sponsorenlaufs zugunsten der Menschen aus der Ukraine wurde geboren. Schnell hatten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte Feuer gefangen. Groß war der Wunsch bei allen, etwas tun zu können.

Unermüdlich Runden gesammelt

Der Elternbeirat und Förderverein der Wintersteinschule sowie die Hilfsorganisation GAiN (Global Aid Network) konnten als Partner für das Projekt gewonnen werden. Und so sammelten die Kinder vor den Osterferien fleißig im Bekannten- und Freundeskreis Sponsoren, die zusagten, pro gelaufener Runde einen Betrag zu spenden. Auch einige Ober-Mörler Firmen schlossen sich mit Spenden an.

Am Tag des Laufes wurden alle Erwartungen um ein Vielfaches übertroffen, schreibt die Schule. »Unermüdlich liefen die Kinder bei strahlendem Wetter rund um die Wintersteinschule und die benachbarte Kita St. Remigius - pro Runde 400 Meter. Die Schülerinnen und Schüler zeigten keine Müdigkeit und liefen zum Teil 40 Runden. Schnell wurde klar, dass hier etwas ganz Besonderes passieren würde.« Am Ende des Tages wurden über 41 000 Euro erlaufen. Mit einem solch hohen Ergebnis hatte im Vorhinein niemand gerechnet. Nun konnten daraus 36 000 Euro an GAiN übergeben werden.

Auf Wunsch der Spender werden weitere 5000 Euro genutzt, um die ankommenden Familien beim Start in Ober-Mörlen zu unterstützen und um nötiges Unterrichtsmaterial und Ausstattung besorgen zu können. In der Zwischenzeit habe sich der Konflikt in der Ukraine traurigerweise weiter zugespitzt, und auch in Ober-Mörlen seien mehrere geflüchtete Familien angekommen. Einige Kinder besuchen jetzt die Wintersteinschule.

Erstausstattung organisiert

In Windeseile organisierte die Schulgemeinde Schulranzen und eine Erstausstattung für die neuen Schülerinnen und Schüler, vermittelte Wohnungsangebote und half bei den notwendigen Anmeldungen. Einige Kinder bastelten Willkommensgeschenke, und ein Mädchen nähte sogar zwei Kuschelkissen in den ukrainischen Farben. Die Hilfsbereitschaft hält weiter an.

Anne-Katrin Loßnitzer von GAiN bedankte sich im Anschluss der Spendenübergabe noch einmal bei allen Beteiligten und berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen im Grenzgebiet zur Ukraine. »Einmal mehr wurde deutlich, wie sehr die Hilfe benötigt wird und wie wichtig der großartige Beitrag durch die Kinder der Wintersteinschule ist«, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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