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Viele Wetterauer haben von ihrem Recht auf Briefwahl Gebrauch gemacht. Wer vor Ort wählen wollte, konnte sich Zeit lassen in der Wahlkabine: Warteschlangen gab es nicht.

Kommunalwahl

Kommunalwahl: NPD in Altenstadt weiter stark - Ergebnisse aus der Wetterau

  • Sabrina Dämon
    vonSabrina Dämon
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Wie die Parteien in den Städten und Gemeinden im Altkreis Büdingen abgeschnitten haben, ist der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Altenstadt: Der NPD hat ihr zweistelliges Ergebnis in Altenstadt offenbar halten können: Laut ersten Zahlen legte die rechtsextreme Partei sogar von 10 Prozent im Jahr 2016 auf jetzt 11,1 Prozent zu. Die Verlierer der Gemeindewahl sind die SPD und die FWG: Die Sozialdemokraten kommen nur noch auf 23,5 Prozent (2016: 27,3 Prozent), die FWG erreicht lediglich 8,3 Prozent (2016: 16,3 Prozent). Gewinner sind die Grünen, die ihr Ergebnis von 14,0 auf 21,7 Prozent steigern konnten. Auch die FDP legte zu: von 7,0 auf 9,3 Prozent. Das CDU-Ergebnis bleibt mit 26,0 Prozent nahezu unverändert (25,5 Prozent). Keine Vergleichswerte zu 2016 gibt es bei »Die Partei«: Sie trat in Altenstadt erstmals an und erreichte 0,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 53 Prozent.

Büdingen: Die NPD ist in ihrer Hochburg Büdingen von 10,2 auf 3,34 Prozent abgestürzt. Zumindest legt dies das Trendergebnis nahe, das gestern nach dem Auszählen von gut einem Drittel aller Stimmzettel vorlag. Womöglich hängen die Stimmenverluste bei der NPD damit zusammen, dass die AfD erstmals zur Stadtverordnetenwahl angetreten ist: Die Rechtspopulisten kamen aus dem Stand auf 7,1 Prozent. Leichte Stimmenverluste gab es bei SPD und FWG, leichte Gewinne bei der CDU. Die Grünen konnten ihr Ergebnis, Stand gestern, mehr als verdoppeln: von 6,4 auf 14,75 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,74 Prozent: 8802 der wahlberechtigten 17 012 Büdinger stimmten ab.

Gedern: Die FWG in Gedern konnte laut Trendergebnis um über 7 Prozentpunkte zulegen und bleibt mit etwa 41 Prozent stärkste Kraft in der Stadt. Es folgt die CDU (die knapp zehn Prozentpunkte abgeben muss und nur noch bei rund 26 Prozent liegt), die SPD (knapp 21 Prozent) und die Unabhängigen Bürger Gedern (fast 12 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 49,41 Prozent.

Glauburg: Alles beim Alten in Glauburg - zumindest was die Mehrheitsverhältnisse nach den Trendergebnissen von Sonntagabend angeht. Die FWG bleibt stärkste Kraft und bekommt 46,5 Prozent. Zweitstärkste Kraft und Verlierer im Vergleich zur 2016er Wahl ist die SPD mit knapp 22 Prozent (2016: 30 Prozent). CDU und Grüne haben Stimmen hinzubekommen. Die CDU hat 16,6 Prozent (2016: 13,1), Grüne knapp 15 (2016: 11,5). Das Trendergebnis setzt sich aus den bisher rund 490 ausgezählten Stimmzetteln zusammen, das sind rund 33 Prozent. Insgesamt haben 1456 Glauburger ihre Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,80 Prozent.

Hirzenhain: Sollte sich das Trendergebnis aus Hirzenhain auch nur ansatzweise bewahrheiten, wäre das die herbste Niederlage für die SPD im Wetteraukreis: Die Sozialdemokraten stürzen demnach von 41,5 auf 11 Prozent ab. Ausgezählt sind bislang 36 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Das genaue Gegenteil bei der UWG: Sie kann, Stand Sonntagabend, ihr Ergebnis von rund 25 auf knapp 49 Prozent verbessern. Die CDU legt von gut 33 auf nun 40 Prozent zu. Die Wahlbeteiligung betrug 46,42 Prozent.

Kefenrod: Die CDU ist laut Trendergebnis der Wahlverlierer: Sie ist mit 30 Prozent (minus 6 Prozentpunkte) nicht mehr die stärkste Kraft im Parlament, sondern die schwächste. Profitieren konnte vor allem die FWG, die von knapp 28 auf gut 32 Prozent kletterte. Bleibt das Ergebnis so, bekäme sie zwei Sitze mehr, während die CDU zwei verlieren würde. Die SPD legte leicht zu, von knapp 36 auf gut 37 Prozent - an den fünf Sitzen im Parlament würde dies nichts ändern. Allerdings: Am Abend waren erst gut 20 Prozent der Stimmen ausgezählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,61 Prozent.

Limeshain: In Limeshain haben die Sozialdemokraten laut Trendergebnis rund 47 Prozent der Stimmen geholt und sind damit nach wie vor stärkste Partei (2016 bekam die SPD 65,1 Prozent der Stimmen). Zweitstärkste Partei sind die Grünen mit knapp 28 Prozent. Als Wahlsieger dürfte jedoch die Unabhängige Bürgerliste Limeshain (UBL) bezeichnet werden: Die UBL ist zum ersten Mal angetreten und holte prompt knapp 25 Prozent der Stimmen. Die CDU war im Gegensatz zur Wahl 2016 nicht mehr angetreten.

Die Zahlen bilden das Ergebnis nach der Auszählung von knapp 900 Stimmzetteln ab - also knapp 44 Prozent. Insgesamt haben 2050 Limeshainer gewählt; das entspricht einer Wahlbeteiligung von 47,37 Prozent.

Nidda: In Nidda haben vor allem die Grünen deutlich zugelegt: Sie konnten ihr Ergebnis von 6,5 auf knapp 12 Prozent verbessern. Verlierer ist die SPD: Laut Trendergebnis fällt sie von 31,3 auf 24 Prozent. Stärkste Kraft bleibt mit gut 30 Prozent die Bürger-Liste. Die CDU hat ihren Anteil leicht steigern können: von 27,8 auf knapp 29 Prozent. Auch die Linke kann ein Plus verbuchen: von 3,6 auf knapp 5 Prozent. Ausgezählt waren am Abend gut 42 Prozent der Stimmen, die Wahlbeteiligung betrug 50,45 Prozent.

Ortenberg: Gewinner der Kommunalwahl in Ortenberg ist laut Trendergebnis die FWG - mit knapp 33 Prozent der Stimmen (rund 14 Prozentpunkte mehr als 2016). Verluste muss die SPD hinnehmen: Hatten die Sozialdemokraten bei der Wahl 2016 noch 42 Prozent der Stimmen, sind es diesmal 25 Prozent. Die CDU liegt mit 24,5 Prozent knapp dahinter. Die Grünen haben 17,5 Prozent der Stimmen bekommen. In Ortenberg waren 3736 Wähler aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Das Trendergebnis stellt die Stimmen von rund 1280 Stimmzetteln dar (rund 34 Prozent der Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 51 Prozent.

Ranstadt: Sollte sich das Trendergebnis in Ranstadt verfestigen, wäre die Koalition aus CDU und FW Geschichte: Nach Auszählen von gut 35 Prozent der Stimmen, kommt die CDU nur noch auf 22,67 Prozent - das sind fast zehn Prozentpunkte weniger als 2016. Die Freien Wähler legen zwar von 20,6 auf nun 23,65 Prozent zu. Das würde aber nicht mehr für eine Mehrheit in der Gemeindevertretung reichen. Während die SPD mit gut 39 Prozent ihr Ergebnis von 2016 nahezu beibehält, legen die Grünen von 7,4 auf 14,34 Prozent deutlich zu. Mit 2288 Wählerinnen und Wählern liegt die Beteiligung bei 55,17 Prozent.

In Gedern haben die Wähler zudem ihre Stimme bei der Bürgermeisterwahl abgegeben. Angetreten ist nur ein Kandidat: Amtsinhaber Guido Kempel (parteilos). Er bekam 90,92 Prozent der Stimmen.

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