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Novembergedanken

  • vonred Redaktion
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Der November ist oft ein kalter, ungemütlicher Monat. So ein Dazwischen - kein goldener Oktober mehr, aber auch noch nicht Weihnachten. In unseren Gottesdiensten hat im November das Trauern seinen Platz. Gerade in dem Monat, in dem wir eigentlich schon auf das Fest blicken, an dem etwas in Jesus Christus seinen Anfang nimmt, kommen wir in Gottesdiensten zusammen, um an unsere Verstorbenen zu denken.

Manche können Weihnachten nicht gut feiern, weil sie das Gefühl haben, sie werden zur Harmonie und Freude geradezu gezwungen. Sie verbinden Kirche nur mit diesem einen Fest, mit den Freudentagen unseres Kirchenjahres.

Ich freue mich über den November. Er erinnert mich daran, dass bei meinem Gott nicht nur das Feiern seinen Ort findet, sondern auch meine Traurigkeit und die Schwere mancher Tage. Ganz selbstverständlich.

November - ein trister Monat. Er schert sich nicht um unsere Gut-Wetter-Wünsche. Er entschuldigt sich nicht für wolkenverhangene Tage, an denen uns der Nieselregen durch die Kleider dringt. Er hat seinen Platz. Ich werde mir ein Beispiel an ihm nehmen. Und auch meine tristen Tage sein lassen, ganz im Vertrauen darauf, dass das die Wärme und das Licht auf meiner Türschwelle stehen.

Sophie-Lotte Immanuel, Notfallseelsorge Wetterau, ab Januar Pfarrerin Ober-Mörlen/Langenhain-Ziegenberg

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