Die Teilnehmer des ersten Treffens im Bürgerhaus machen sich miteinander bekannt. 	FOTO: UDO
+
Die Teilnehmer des ersten Treffens im Bürgerhaus machen sich miteinander bekannt. FOTO: UDO

Zweimal im Monat viel Spaß

  • vonUdo Dickenberger
    schließen

Niddatal-Assenheim (udo). Die Betreuerinnen waren entzückt, als statt der erwarteten acht Teilnehmer beim ersten Treffen der neuen Seniorengruppe der Sozialstation für häusliche Pflege Niddatal, Rosbach, Wöllstadt im Bürgerhaus doppelt so viele Interessierte zusammenkamen.

Anett Nowak, die Leiterin der Sozialstation, und die Betreuerinnen Marita Böhm, Desiree Holzwert, Tatjana Saßmannshausen und Annette Werner betonten: »Am wichtigsten ist, miteinander ins Gespräch zu kommen.« Zum Angebot für die neue Gruppe zählen: Gesprächsrunden, Spiele, jahreszeitliche Themen, Gymnastik, Singen, Beisammensein, das Knüpfen neuer Kontakte, Wege aus dem Alltag und Wohlfühlen.

Das Betreuungsteam lobte, dass etliche Teilnehmer zu Fuß gekommen waren, und ermunterte, im Zweifelsfall darum zu bitten, abgeholt zu werden. Gesungen wird bei den Treffen »vom Volkslied bis zum Schlager«. Mit der Gymnastik will man es nicht übertreiben, »denn wir sind kein Turnverein«.

Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel dankte der Sozialstation für ihr Engagement. Nowak zeigte sich über das rege Interesse erfreut. Sowohl die Sozialstation als auch die Stadt hatten sich für die Einrichtung der neuen Seniorengruppe eingesetzt.

Treffen in Rosbach und Wöllstadt

Holzwert vermutet, dass die Zahl der Teilnehmer schnell zunehmen wird: »Wenn sich erst einmal herumgesprochen hat, dass die Treffen stattfinden, wird die Gruppe schnell voller.« Weitere Treffen der Sozialstation finden bereits in Wöllstadt im Bürgerhaus und in Rosbach in der Wasserburg statt. Die Senioren werden von den Mitarbeitern der Sozialstation zu Hause abgeholt, bekommen etwa zwei Stunden Programm und ein Mittagessen geboten und werden wieder heimgebracht. Die Kosten pro Treffen betragen 50 Euro, die zumeist mit dem Betreuungsgeld verrechnet werden können. Die Pflegeversicherung zahlt 125 Euro im Monat, daher bietet die Sozialstation nur zwei Treffen im Monat an, damit niemand aus der eigenen Tasche drauflegen muss.

Beim ersten Treffen versicherten die Teilnehmer, »sich überraschen zu lassen«. Als Rentner hätten sie »bekanntlich keine Zeit«. Rückfragen galten der Gymnastik. Sie werde im Sitzkreis jeweils nach dem eigenen Vermögen gestaltet. Keiner werde überfordert werden. Die Besucher, welche zum Teil schon miteinander bekannt waren, stellten sich einander vor. Alle schauten gespannt den Treffen entgegen.

Ein Begrüßungsgymnastiklied sorgte für Lockerheit. Einfache Bewegungen wurden für den Alltag empfohlen. Gefragt wurde, ob die Übungen auch zu Hause gemacht werden dürften. Teilnehmer erzählten von anderen Seniorenkreisen, die von Kindergartengruppen besucht werden. Manchmal würden auch Tiere zu den Treffen mitgebracht. Werner wünschte: »Viel Spaß, genießen Sie die Zeit!«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare