Gerhard Einhoff CDU-Fraktionssprecher
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Gerhard Einhoff CDU-Fraktionssprecher

"Zuerst die Pflichtaufgaben erfüllen"

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal(udo/hed). Mit dem Wahlsieg von Michael Hahn stellt die CDU erstmals den Bürgermeister in Niddatal. Doch hat sie keine Mehrheit im Stadtparlament. Daraus ergeben sich spannende Fragen: Wird der Gollacker nun wieder beerdigt? Wird der Kindergarten im Kloster errichtet? Wird die "Anti-Hertel-Koalition" Bestand haben?

Darüber befragt, antwortet CDU-Fraktionssprecher Gerhard Einhoff, man werde nach den Ferien das Programm für die anstehende Kommunalwahl formulieren.

Im Magistrat habe die Union immerhin dank Hahn nun die Mehrheit. Im Parlament aber nicht. Dort werde jedoch die gute Zusammenarbeit mit den Grünen und der FDP anhalten und fortgesetzt werden. Gemeinsam werde etwas geändert werden.

Nach der Wahl neue Mehrheiten?

Immer wieder gebe es Diskussionen. Überall seien Kompromisse notwendig. Aber es sei auch klar, dass sich die Positionen weiter von der der Koalition aus SPD und Linke unterscheiden würden.

Natürlich strebe die CDU an, nach der Wahl stärkste Fraktion zu werden und dann für den Bürgermeister eine Mehrheit zu formen. Bei der Zusammenarbeit komme es immer darauf an, wer in den anderen Fraktionen vorne stehe, bemerkt Einhoff.

Er rät generell dazu, die innerstädtischen Möglichkeiten zu nutzten. Dabei müsse zunächst und vor allem der Bedarf der Einheimischen gedeckt werden. Junge Familien sollten Möglichkeiten bekommen, in Niddatal zu leben. Neue Baugebiete seien zu schaffen, aber immer mit Augenmaß. Sie dürften die Infrastruktur und die Möglichkeiten der Kommune nicht überfordern. Niddatal habe kaum Gewerbe und müsse deshalb stets behutsam vorgehen. "Alles, was gemacht wird, muss zur Infrastruktur passen und darf diese nicht überdehnen." Auch die Leistungsmöglichkeiten der Vereine müssten berücksichtigt werden.

Die Erwachsenen wollten in ihrer Freizeit sinnvolle Angebote vorfinden und erwarteten, dass sich solche ihren Kindern eröffneten.

Für das geplante Baugebiet am Gollacker gebe es bestehende Beschlüsse. Auch für die Renovierung des Bürgerhauses Ilbenstadt gebe es seit 2016 einen Mehrheitsentschluss. Es müsse saniert werden. Die CDU-Fraktion stehe dazu, zuerst die Pflichtaufgaben zu erfüllen. Sei dies der Fall, könne auf freiwillige Aufgaben geschaut werden.

Zu hoffen sei, dass keine weiteren Überraschungen wie der vom alten Bürgermeister offenbar vergesse Haushaltsposten zur Erweiterung der evangelischen Kindertagesstätte Assenheim kämen. FOTO: UDO

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