Wer vom Radweg aus den Wirtschaftsweg erreichen möchte, muss ein Stück auf der engen und gefährlichen Landesstraße laufen. 	FOTO: UDO
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Wer vom Radweg aus den Wirtschaftsweg erreichen möchte, muss ein Stück auf der engen und gefährlichen Landesstraße laufen. FOTO: UDO

Wirtschaftsweg nicht angebunden

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt (udo). Seit der 1,3 Kilometer lange Radweg zwischen Ilbenstadt und Burg-Gräfenrode im vergangenen Jahr eröffnet wurde, wird er von Radlern und Spaziergängern rege frequentiert. Doch an einem Abschnitt kann es mitunter recht gefährlich sein.

Die Burg-Gräfenroder benutzen den Radweg, um in Ilbenstadt Gottesdienste, Arztpraxen oder Läden zu besuchen. Die Ilbenstädter gelangen auf diesem Weg schneller zu ihrem Arbeitsplatz in Karben oder weiter Richtung Bad Vilbel und Frankfurt.

Ein Problem gibt es aber: Am Klotzweidenbrunnen befinden sich zwei Querungen vom Radweg über den Straßengraben zur Landesstraße 3351: direkt am Lohgraben und südlich der Brücke. Keine der Querungen hat auf der gegenüberliegenden westlichen Straßenseite einen unmittelbaren Wegeanschluss. Der gegenüberliegende betonierte Wirtschaftsweg liegt zwischen den beiden östlichen Querungen. Wer vom Radweg aus diesen Weg erreichen möchte, muss somit ein Stück auf der engen und gefährlichen Landesstraße laufen. Nun fragen sich einige Bürger, weshalb die südliche Grabenquerung nicht gegenüber dem Wirtschaftsweg errichtet wurde, damit niemand auf der Landesstraße gehen muss.

Kein Thema während Planung

Benutzt wird der Wirtschaftsweg von Radlern und Wanderern, um im Süden Burg-Gräfenrode zu umgehen und am Sportplatz den sich anschließenden Radweg nach Groß-Karben zu erreichen oder um im Süden zum Renaturierungsgebiet und der Hundskopf-Brücke an der Nidda zu gelangen. Für Eltern mit Kinderwagen, radelnde Kinder, Senioren, Rollstuhlfahrer wäre eine direkte Querung der Landesstraße förderlich.

Diplom-Geograf Ekkehart Böing teilt für die Stadt Karben auf Anfrage mit, dass beim Bau des Radwegs die Zufahrten zu den Ackerflächen so hergestellt wurden, wie sie vorher bestanden. Eine Anbindung des gegenüberliegenden Wirtschaftswegs habe es vorher nicht gegeben.

Bei der Planung des Radwegs sei von den Trägern öffentlicher Belange und den beiden Städten keine Anbindung des Wirtschaftsweges gefordert worden.

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