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Auch die Weiber der AKG - hier bei der bislang letzten Sitzung im Jahr 2020 - würden gerne wieder loslegen. ARCHIVFOTO

»Wir stehen in den Startlöchern«

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal (udo). Die Faschingskampagne 2021 fiel der Pandemie zum Opfer. Ob und was die Niddataler Faschingsvereine für 2022 planen, haben sie der WZ verraten.

Kerstin Höhl, Vorsitzende der »Weiberfassenacht« Kaichen, geht davon aus, dass die Närrinnen in der kommenden Saison ihre Sitzungen abhalten können. »Wir werden, sobald es erlaubt ist, mit dem Training der Tanzgruppen beginnen.« Die Büttenredner und Sänger hätten es einfacher und könnten sich zu zweit oder alleine vorbereiten.

Bedauerlich sei neben der Absage der Kampagne gewesen, dass die Mitglieder des Vereins so lange sich nicht treffen und sehen konnten. »Darauf fiebern wir natürlich jetzt alle hin«. Stattgefunden habe im zurückliegenden Jahr so gut wie gar nichts, außer der karnevalistischen Spendenaktion am Faschingssamstag, die toll von Kaichen aufgenommen worden sei.

Laut Achim Bohn, Sitzungspräsident der Assenheimer Karnevalsgesellschaft Verein Humor (AKG), steht sein Verein in den Startlöchern. Bei entsprechenden Lockerungen würden die Gruppen sofort mit der Saisonvorbereitung beginnen. Bei einem Neustart des Vereins werde das Training den Corona-Maßnahmen entsprechend ablaufen. Dies sollte kein Problem sein, da die »Assemer Narren bereits mit den »Hufen scharren«. Der Neustart im besetzten Bürgerhaus hänge auch von der politischen Lage ab, aber der Verein sei organisatorisch so gut aufgestellt, dass ein Neustart kein Problem sein werde.

Reale Treffen fehlen

Im vergangenen Jahr sei der komplette Verein lahmgelegt gewesen; viele freundschaftliche Kontakte an den Wochenenden hätten nicht stattfinden können. »Und das große Ziel, ein gutes Programm auf die Bühne zu bringen, war im Keim erstickt.« Für die Gruppen sei es schmerzhaft gewesen, Monate zu trainieren und das Einstudierte dann nicht dem breiten Publikum zeigen zu dürfen. Es hätten digitale Treffen stattgefunden, etwa eine virtuelle Weinprobe, aber das Vereinsleben der AKG lebe von menschlichen Kontakten, »von dem gemeinsamen Ziel, ein tolles Programm zu präsentieren und das Brauchtum in der fünften Jahreszeit zu leben«.

In Ilbenstadt gibt es keinen Karnevalsverein. Sitzungen veranstaltet der Turnverein (TV) Vorwärts Ilbenstadt. Dessen Vorsitzender Herwig Lauerer erklärt, Priorität genieße zunächst die Aufnahme des Sportbetriebs. Das Sitzungs-Organisationsteam existiere aber noch. Er geht davon aus, dass die Tanzgruppen spätestens nach den Sommerferien wieder in den Übungsbetrieb starten können.

Schmerzlich sei in diesem Jahr die frühzeitige Absage der Sitzung gewesen. Glücklicherweise habe man der Band rechtzeitig absagen können, sodass dem TV kein finanzieller Schaden entstanden sei. Über der Frage nach einem Neustart stehe die Entscheidung über mögliche Sanierungsmaßnahmen des Bürgerhauses. Da sei ihm aber nichts bekannt, so Lauerer.

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