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Wieder auf der Weide

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal/Wöllstadt (udo). Die Hochlandrinder der Familie Werner sind auf das Renaturierungsgebiet Niederwiesen unterhalb von Ilbenstadt zurückgekehrt und nun wieder ein hübscher Anblick für die Wanderer und die Benutzer des Nidda-Radwegs. In den letzten Winterwochen waren die Tiere im Stall des Betriebs am Rande Nieder-Wöllstadts untergebracht.

Im Dezember wurden sie im eigens für sie gebauten Viehtransporter, in den jeweils zehn Tiere passen, in den Hof in Nieder-Wöllstadt gebracht, wo sie seit 2006 ihr Winterquartier finden. Die Hochlandrinder bringen jeden Winter im Stall zu, nicht nur dann, wenn es so kalt ist wie in den vergangenen Wochen.

Peter Werner hielt Ende der 80er Jahre zunächst in Lißberg Rinder, dann in Wickstadt und seit der Nidda-Renaturierung auf den Ilbenstädter Niederwiesen. Derzeit umfasst die Herde 100 Tiere, darunter 30 Kühe. Der Mechatroniker und Landwirt Frederick Werner und seine Frau Sophie Werner betreuen die Tiere.

Alle zwei Jahre wird ein Deckbulle geholt, um ganz natürlich für Nachwuchs zu sorgen. Die Bullen werden im Schnitt zwei Jahre alt, die Kühe zweieinhalb Jahre. Zum Schlachten geht es nach Wölfersheim zum EU-Schlachtbetrieb von Markus Hofmann. Vertrieben wird das Fleisch online sowie in Metzgereien und Hofläden in der Umgebung.

Auf den Niederwiesen zwischen Ilbenstadt, Burg-Gräfenrode und Ilbenstadt wird ein extensives Weidekonzept betrieben. 70 Hektar stehen zur Verfügung. Das Renaturierungsgebiet wurde als Ausgleichfläche für Baumaßnahmen auf dem Flughafen Frankfurt angelegt. Auf dem Hof in Nieder-Wöllstadt leben außer den fünf Inhabern und den 100 Rindern noch 30 Hühner, die von zwei Ziegenböcken bewacht werden. So kann Familie Werner scherzen: »Wir haben 132 Mitarbeiter, es werden immer mehr.«

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