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Weihnachtsmarkt in Assenheim: Nikolaus kommt mit dem Traktor

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Dezenter Dieselgeruch kündigt Nikolaus Jürgen Hagmann an.
Dezenter Dieselgeruch kündigt Nikolaus Jürgen Hagmann an. © Udo Dickenberger

Niddatal-Assenheim (udo). Die evangelische Kirchengemeinde veranstaltete ihren Weihnachtsmarkt im Gemeindehaus und auf den angrenzenden Höfen Theis und Roth. Über die äußeren Bedingungen zeigte sich Marktleiter Horst Reinhardt erfreut: »Das trockene Wetter ist uns gerade recht«.

Zusammen mit neun Vereinen und der Kita »Schatzkiste« bot die Kirchengemeinde kulinarische Spezialitäten an.

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20 Hobbykünstler zeigten im Saal des Gemeindehauses ihre Produktionen. Textilien, Karten, Kalender, Bilder, Bastelsachen, Schmuck und vieles mehr konnten erworben werden. Oben durften die Eltern mit ihren Kindern basteln. Der Verein »Kulturelles und Kommunales« (KuK) hatte in der ehemaligen Synagoge einen Kramladen zusammengestellt. Der Musikzug Niddatal traf von seinem Auftritt beim Kaicher Adventsbasar ein und wartete mit swingenden Weihnachtsstücken auf. Michael Gottwalz, der Leiter der Musikabteilung der Feuerwehr Bönstadt, sorgte für die richtigen Einsätze. Das Feuer, an dem es Stockbrot gab, wurde von der Jugendfeuerwehr betreut.

Als routinierter Nikolaus, der nicht mit sich spaßen lässt, wirkte Jürgen Hagmann. Glöckchenklänge kündigten sein Erscheinen an, dann waren dezente Dieselgerüche zu vernehmen und gleich darauf bog der fieberhaft erwartete Hagmann auf seinem Traktor-Oldie um die Ecke des »Weißen Rosses«.

Die 170 gebackenen Nikoläuse, die er dabei hatte, verteilte er indes erst, als die »Weihnachtsbäckerei« gemeinsam gesungen war und drei Kinder Gedichte aufgesagt hatte. Auch fand Hagmann durch gezieltes Fragen schnell heraus, dass in Assenheim die Eltern und Kinder ungefähr gleich brav sind.

Dem Markt vorausgegangen war ein Familiengottesdienst, den Pfarrerin Rita Mick-Solle feierte und an dem aus Jan Frische, Kai Fabel und Alexander Moder bestehende Band »The Grooves« mitwirkte. Der Kinderchor bot vier Songs aus dem Musical »Das Geschenk des Himmels« von Conny Kramer dar, das in der Familienchristvesper in voller Länge präsentiert werden soll.

Heike Berlenbach musizierte an der Orgel. Pfarrerin Mick-Solle sprach über das Thema: »Die Himmeltür steht für alle offen, da braucht keiner zu drängeln«. Die Kinder begriffen schnell, was gemeint war, und nahmen sich vor, auf dem Weihnachtsmarkt nicht zu schubsen.

Als die Pfarrerin mit ihrer Trompete, die Singkinder und die Gottesdienstbesucher beim Gemeindehaus eintrafen und den Weihnachtsmarkt eröffneten, füllte sich das Areal sich im Nu. Wie Pfarrerin Mick-Solle und Marktleiter Reinhardt der WZ mitteilten, fand früh ein Treffen mit den Vereinen statt, um deren Anliegen zu eruieren. Alle Absprachen wurden genau eingehalten. Wer sich zu spät meldete, erhielt eine Absage.

Da die Vereine ein späteres Ende wünschten, war diesmal erst zwei Stunden später als sonst um 22 Uhr Schluss. Die Zahl der Aussteller konnte trotz einiger krankheitsbedingter Absagen gehalten werden. Doch da die Vereine den Markt auf dem Gelände rund ums Gemeindehaus belassen wollten, statt wieder vor die Kirche und in die Mühlenstraße zurückzukehren, sind die Kapazitäten des Marktes weiterhin begrenzt.

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