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Das Vorstands-Duo der Grünen: Bettina Glauer (l.) und Sabine Jantzen (r.) mit Vorgänger Oliver Seuss; Marielle Loos fehlt.

Wechsel an Grünen-Spitze

  • VonJürgen W. Niehoff
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Niddatal (pm). An der Spitze der Niddataler Grünen hat es einen Wechsel gegeben: Bei der Mitgliederversammlung sind Bettina Glauer und Sabine Jantzen zum neuen Vorsitzenden-Duo des Ortsverbands gewählt worden. Sie übernehmen die Aufgabe von Marielle Loos und Oliver Seuss, die das Amt seit 2017 innehatten. Während Loos der Partei 2017 beigetreten ist, gehört Seuss den Grünen seit Mitte der 90er Jahre an und wurde 2001 Mitglied der Niddataler Stadtverordnetenversammlung.

Die neue Vorsitzende Bettina Glauer, die ihren Vorgängern Loos und Seuss für deren Arbeit dankte, ist 56 Jahre alt, verheiratet und wohnt seit zehn Jahren in Niddatal. Von Beruf ist sie Krankenschwester. Dem Ortsverband der Grünen gehört sie seit etwas mehr als einem Jahr an. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie im sozialen Bereich und dem demografischen Wandel in der Gesellschaft. Aber auch die Themen Klimaschutz und Mobilität wolle sie verstärkt im Auge haben »zum Wohle der Einwohnerschaft Niddatals«, wie sie betonte.

Sabine Jantzen ist 54 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier Kinder und wohnt seit 27 Jahre in Niddatal. Auch sie engagiert sich seit etwa einem Jahr im Grünen-Ortsverband. Die kaufmännische Angestellte legt ihren Schwerpunkt auf den Erhalt der Artenvielfalt. Zudem sei ihr Ziel, der zunehmenden Versiegelung wertvoller Böden entgegenzusteuern, um den künftigen Generationen die Vielfalt der Nahrungsmöglichkeiten zu bewahren.

Michaela Coletti, Sprecherin der Wetterauer Grünen und Direktkandidatin für den Bundestag, war als Gast eingeladen und stellte ihre Wahlziele vor. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch mehr auseinanderklaffe und dass es mehr Lohngerechtigkeit sowie bessere Arbeitsbedingungen für Frauen und eine verlässliche Kinderbetreuung gebe. Chancengleichheit sei aus ihrer Sicht ein Fremdwort in der Gesellschaft, denn Akademikerkinder kämen immer noch besser voran als Kinder aus weniger privilegierten Schichten. Sie forderte Förderung und Unterstützung für alle Kinder. Aber auch für Klimaschutz setze sie sich ein. Dafür gehöre ein bezahlbares und gut ausgebautes Schienennetz anstelle von Erweiterungen im Straßenbau. FOTO: JWN

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