Das Wasser sprudelt in die Löschwasserbecken - und soll so verhindern, dass es in der Straße Am Lohgraben weiterhin faulig riecht. FOTO: UDO
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Das Wasser sprudelt in die Löschwasserbecken - und soll so verhindern, dass es in der Straße Am Lohgraben weiterhin faulig riecht. FOTO: UDO

Warum es in den Löschwasserbecken sprudelt

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt(udo). Passanten wundern sich, dass seit einigen Wochen Wasser in die beiden Löschwasserbecken in der Straße Am Lohgraben im Mischgebiet sprudelt. Laut Stadtbrandinspektor Alexander Merkelbach ist täglich von 8 bis 20 Uhr eine Umwälzpumpe in Betrieb, die dafür sorgt, dass das Wasser nicht umkippt. Thomas Herdt, der Leiter der Stadtwerke Niddatal, erläutert auf Anfrage, bei den beiden Löschwasserbecken handele es sich um stehende Gewässer ohne kontinuierlichen Wasserzufluss. Dies habe besonders an heißen Tagen und langer Sonneneinstrahlung zu einem starken Algenwachstum geführt.

Das sei zwar für die Löschwasserversorgung nicht relevant, die Anlieger würden aber durch den entstehenden Faulgeruch belästigt. Ein Mittel zur Algenbekämpfung habe nicht gewirkt, da keine Zirkulation in den Becken vorhanden sei. Deshalb seien Pumpen eingebaut worden, die das Wasser in den Becken umwälzen und natürlich auch etwas sprudeln. Die "Wasserspiele" hätten einzig den Grund, Algenwachstum zu verhindern oder stark zu reduzieren. "Wenn sich dann auch noch Spaziergänger daran erfreuen können, ist es umso besser."

Die Löschwasserbecken sind erforderlich, weil der Druck im Wassernetz nicht für den geregelten Löschbetrieb ausreicht.

Für das Gewerbegebiet (südlich der Straße Am Steinacker auf der Seite der Tankstelle) ist eine Löschwassermenge von 192 Kubikmetern pro Stunde für zwei Stunden bereitzustellen, für die Grundstücke im Mischgebiet (auf der nördlichen Straßenseite) sind 96 Kubikmeter pro Stunde für zwei Stunden bereitzustellen.

Diese Löschwassermenge kann mit den Becken zur Verfügung gestellt werden. Thomas Herdt fasst zusammen: "Es geht darum, die Differenz zur Entnahme aus dem Wassernetz durch die Löschwasserbecken für das Gewerbegebiet vorzuhalten."

Die Stadt prüft zusammen mit der Hessischen Landgesellschaft, welche technischen Möglichkeiten, zum Beispiel eine Druckerhöhungsanlage, für das Baugebiet machbar sind, um die erforderlichen Löschwassermengen aus dem Wassernetz zur Verfügung zu stellen.

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