koe_EmilunddieDetektive__4c_1
+
Texte, Abläufe, Interaktionen: Die Kleinsten der Theatergruppe Assenheim proben allein vor ihren Bildschirmen zu Hause. Sie sind mit Herz und Seele bei der Sache. Gesamtleiter Norbert Deforth (o. l.) ist zugeschaltet.

Verbrecherjagd im Kinderzimmer

  • vonRedaktion
    schließen

Niddatal (pm). Die Theatergruppe Assenheim (TGAss) hat bereits im Dezember gezeigt, dass Online-Formate die Kultur auch in diesen Zeiten am Leben halten können. Mit der TGAss-Revue »Faust meets Urmel« konnten rund 800 Zuschauer in ihren Wohnzimmern erreicht (unterhalten) werden. »Das Konzept ›virtuelles Theater‹ funktioniert«, freuen sich die Verantwortlichen.

.

Da die Theater immer noch geschlossen sind, startet die Saison 2021 mit einem neuen digitalen Projekt. Die Kleinsten der Theatergruppe spielen eine Kurzfassung des Klassikers »Emil und die Detektive« aus ihren Kinderzimmern.

Gewaltige Herausforderung

Seit Anfang Januar proben sie Texte, Abläufe und Interaktionen rein virtuell und allein vor ihren Bildschirmen zu Hause. Dabei wird nicht auf die berühmten Verfolgungsjagden verzichtet. Die Herausforderungen, die damit auf die 15 Nachwuchsdarsteller zukommen, sind somit gewaltig: Es gibt weder wechselnde Kulissen noch Kontakt zu den direkten Spielpartnern und Spielpartnerinnen. Die digitale Schwierigkeit besteht zudem darin, dass die Darsteller und Darstellerinnen jederzeit wissen müssen an welcher Position sie sich auf dem Bildschirm befinden. Die jungen Protagonisten stellen sich diesen Herausforderungen und haben einen Wahnsinnsspaß bei dem Projekt. An den Wochenendproben sind sie mit Herz und Seele bei der Sache und freuen sich über die kreative Abwechslung. Das Ergebnis dieses Projekts wird Ende Februar über den YouTube-Kanal der Theatergruppe veröffentlicht.

Natürlich will die TGAss auch ihre verschobene Live-Inszenierung »Die Schneekönigin« mit dem großen Kinder- und Jugendensemble der Theatergruppe nachholen.

Schneekönigin im Juli

Die virtuellen Proben fangen Mitte Februar an, damit Anfang Juli die Premiere in Assenheim stattfinden kann. »Wir sind uns bewusst, dass die Corona-Beschränkungen hier noch dazwischenfunken können, aber auch dafür haben wir bereits einen Plan B in der Tasche«, versichert Gesamtleiter Norbert Deforth.

Und so nimmt die Theatergruppe ihre Arbeit wieder mit Vollgas auf und freut sich auch darauf, im November mit der großen Produktion »Der Ring des Nibelungen« der Wetterau endlich wieder außergewöhnliche Theater- und Musical-Momente zu bescheren. Bereits jetzt resümiert Gesamtleiter Deforth: »Die Theatergruppe lebt, es blüht ihr so manches und sie gedeiht trotzdem!«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare