Marita Schulmeier Leiterin des Helferteams
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Marita Schulmeier Leiterin des Helferteams

Treffen der Altengemeinschaft nicht in Sicht

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt(udo). Die Pandemie macht den Seniorengemeinschaften besonders schwer zu schaffen - auch in Ilbenstadt. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe - teils wegen ihres fortgeschrittenen Alters, aber auch wegen vermehrter Vorerkrankungen. Derzeit bestehen keine Aussichten auf neue Treffen. Die Räume sind zu eng, um Abstand zu halten, Zusammenkünfte ließen sich nicht verantworten. Und im großen Weißen Saal säßen die Senioren wiederum zu weit auseinander. So ist Geduld gefragt. Eine Normalisierung wird es wohl erst 2021 geben.

Marita Schulmeier leitet das Helferteam der Altengemeinschaft der katholischen Pfarrei seit nunmehr 22 Jahren. In normalen Zeiten kommen die 45 Senioren und Helfer einmal im Monat nachmittags im Saal des Hauses Sankt Gottfried, der Familienbildungsstätte des Bistums, bei Kaffee, Kuchen und anregenden Gesprächen zusammen. Pfarrer Bernd Richardt feiert vorher in der Kapelle einen Gottesdienst.

Nach heutigem Stand ist es sehr wahrscheinlich, dass die Weihnachtsfeier ausfallen wird. Ob die Faschingssitzung stattfinden wird, ist unklar. Schulmeier erwägt: "Normalerweise müssten wir jetzt mit den Proben anfangen." Zu den Geburtstagen wird nach wie vor gratuliert. Doch der Ausflug nach Wiesbaden und Mainz musste ausfallen. Alle Senioren bedauern, dass keine Treffen möglich sind.

Auf Diözesan-Ebene zeigt sich überall die gleiche Situation. Alle Familienfeiern fallen aus, die Seniorennachmittage noch dazu. Wer ohnehin in der Mobilität eingeschränkt ist, muss auf die letzten Möglichkeiten der Unterhaltung und Geselligkeit verzichten.

Die Faschingssitzungen im Weißen Saal des Hauses Sankt Gottfried bringen in besseren Zeiten zahlreiche Formationen von der Tanzgruppe Basilika-Piraten bis zur Sängervereinigung Heimatliebe auf die Bühne. Etliche Redner kommen. Die Sitzungen dauern über vier Stunden und sind mit üblichen Kräppelnachmittagen nicht zu vergleichen.

Regelmäßig wird in normalen Zeiten zu Ausflügen in die mit einer Tagesfahrt gut erreichbaren sehenswürdigen Städte Südwestdeutschlands eingeladen. Worms, Speyer, Fulda, Würzburg, Rotenburg an der Fulda und Rüdesheim waren schon Ziele. Zahlreiche Denkmäler, Kirchen und Museen wurden besichtigt. Zumindest die Erinnerung danach kann Corona den Senioren nicht nehmen. FOTO: UDO

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