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Ausschnitte aus dem Musical »Die Schneekönigin« präsentiert die Theatergruppe Assenheim beim Pop-up-Festival »Sommerzauber«.

Wenn Straßen zur Bühne werden

Theatergruppe Assenheim hat »Sommerzauber« genossen

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Kunstschaffende mussten unter der Pandemie besonders leiden. Das Pop-Up-Festival »Sommerzauber« bot Künstlern die Möglichkeit wieder aufzutreten - auch der Theatergruppe Assenheim.

Zahlreiche Akteure haben dieses Jahr das Pop-Up-Festival »Sommerzauber - Kultur im Freien« ermöglicht. Mit einer wilden Mischung aus verschiedensten darstellenden Künsten verwandelten sie die Innenstädte in Bad Nauheim, Bad Homburg und Friedberg in eine große Pop-Up-Spielstätte und hielten Kinder und Erwachsene zum Verweilen, Staunen und Genießen an. Ermöglicht wurde dies durch das Kulturpaket II des Landes Hessen. Mit dabei auch die Theatergruppe Assenheim. Sie zog jetzt eine positive Bilanz der Aktionen.

Ein Kollektiv aus Kulturschaffenden aus den Sparten Musik, Gesang, Tanz, Schauspiel, Artistik und Clownerie tourte durch fünf hessische Städte und spielte »umsonst und draußen« auf Plätzen, in Fußgängerzonen und in Parks, berichtet die Gruppe in einer Pressemitteilung.

Magie des Moments erleben

Gestartet wurde im Offenbacher Büsingpark bei bestem Wetter, bevor es auf der Friedberger Kaiserstraße und anschließend in der Neuen Altstadt Frankfurt weiterging. Hier erwies sich die Mobilität der Mitwirkenden als Glücksgriff: Bei strömenden Regen spielten die Schwindler »Singing in the Rain«, während die Tanzpaare der Swing-Jets Offenbach unter Regenschirmen tanzten.

»Dieses Gefühl der Offenheit und Spontanität zog sich durch das ganze Projekt«, schwärmt Saxofonist Tobias Rüger. »Wir Künstlerinnen und Künstler sind froh gewesen, wieder mit Menschen in Kontakt treten zu können und gemeinsam die Magie des Momentes zu erleben.«

In der Kurstadt Bad Nauheim kam es dann zum Finale, bei dem alle Mitwirkenden vor dem Sprudelhof zu einer einzigartigen Jamsession zusammenfanden und damit eine Überleitung zur unmittelbar danach stattfindenden Quellendankfeier schufen.

Spontan und ungeprobt

Dabei sei es den Verantwortlichen nicht nur gelungen, starke Darbietungen aus vielen unterschiedlichen künstlerischen Bereichen zusammenzustellen - wie etwa die Musiker Die Schwindler, Nostalgieperlen, Marvelous Motionists, der Cellist Christopher Herrmann, die Artisten der Truppe »Andersland« aus Büdingen, die Schauspielerin Nadine Aßmann und die Stepptänzerin Serap Sünkün aus Gelnhausen -, sondern auch einen darüber hinaus gehenden Mehrwert durch die Belebung der bespielten städtischen Räume zu schaffen, heißt es in der Mitteilung.

Die stärksten Momente entstanden so, als sich die Mitwirkenden verschiedener Sparten spontan zu ungeprobten, spontanen Darbietungen zusammenfanden.

Dazu kamen in Friedberg und Bad Nauheim die Darbietungen der Theatergruppe Assenheim, die gewohnt gekonnt unter anderem Ausschnitte aus ihrer Musical-Inszenierung »Die Schneekönigin« präsentierte. Eine Zuschauerin sprach die Gruppe unvermittelt an und spiegelte mit ihren Worten den Gesamtzuschauereindruck wider: »Eine Wahnsinnsenergie, man fühlt sich sofort angesprochen und möchte Teil der Aktion sein! Einfach fantastisch.«

Möglichkeiten für Auftritte geschaffen

Dank der Förderung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst »INS FREIE!« im Rahmen des Neustart Kultur Pakets II konnte dieses interdisziplinäre Kulturprojekt ermöglicht werden. »Neue Wege sollten bestritten werden und möglichst viele hessische Kunstschaffende eingebunden und Kooperationen geschlossen werden«, berichtet Musicaldarsteller und Organisator André Haedicke.

Gemeinsam mit seinem Musiker-Kollegen Tobias Rüger, Norbert Deforth von der Theatergruppe Assenheim und der Volksbühne Friedberg wurde der Förderantrag gestellt, und die Gruppe bekam den begehrten Zuschlag, der die Umsetzung des Konzepts möglich machte. »Es ist uns gelungen, ein Projekt ins Leben zu rufen, dass den angeschlagenen Kulturschaffenden bezahlte Auftrittsmöglichkeiten und der Rhein-Main-Region niedrigschwellige und frei zugängliche Kultur ermöglichte«, ergänzt Theatergruppenleiter Norbert Deforth stolz.

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