Helmut Koppe mit dem Bild einer Ziege nach einer Skulptur von Picasso. FOTO: UDO
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Helmut Koppe mit dem Bild einer Ziege nach einer Skulptur von Picasso. FOTO: UDO

Stillleben, Porträts, Abstraktes

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt(udo). Der Kunstmaler Helmut Koppe eröffnet seine Herbstausstellung mit Gemälden und Zeichnungen des vergangenen Jahres am kommenden Freitag, 16. Oktober, um 13 Uhr in seinem Atelier in der Staatsdomäne Nonnenhof. Sie ist dann bis zum 25. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Maximal zehn Personen können gleichzeitig in den Ausstellungsräumen anwesend sein. Es besteht Maskenpflicht. Der Mindestabstand muss 1,5 Meter betragen.

Koppe studierte zehn Semester lang Malerei und Grafik an der Städelschule in Frankfurt. Zur Eröffnung wird Musik am elektrischen Klavier erklingen.

Etwa 120 Bilder werden ausgestellt. Gezeigt werden Landschaften, Stillleben, Porträts, Tierbilder, abstrakte Werke, Kopien nach da Vinci, Caravaggio und Rembrandt. Im Atelier hängen Selbstporträts, Landschaftsbilder und Kopien. Koppe erzählt, beim Austragen seiner Einladungen im Ort sammle er Eindrücke, wie sich alles im Lauf der Jahre verändert. Einige Anwesen kommen herunter, in anderen wechselt der Eigentümer und sie werden gründlich renoviert. Doch nur fünf oder sechs Besucher kommen dank seiner Einladungszettel in die Ausstellung. Ein fester Stamm von Gästen hat sich etabliert, die in jedem Jahr kommen, die anderen wechseln.

Von einem Künstler erwartet man meist Einsamkeit. Hatte die Gesundheitskrise direkte Auswirkungen auf die Arbeit? Koppe versichert, einige Bilder bezögen sich direkt darauf, darunter ein Traumbild. Ist im vergangenen Jahr neu? Ist etwas Neues gelungen? Neu sind mehrere abstrakte Bilder in Pastelltönen. Die Themen bleiben gleich, die Arbeitsweise wechselt. Ein Bild, das er nach heutigen Eindrücken gemalt hatte, lasse sich in seinem Aufbau und seinen Bewegungsabläufen gut mit seiner Kopie "Freiheit für das Volk" nach Delacroix vergleichen. Auch mehrere Putzmittel-Stillleben sind neu. Exakt das Gleiche malt Koppe nie.

Malt Koppe Porträts lieber nach der Natur oder nach Fotos? Die Natur ist ihm lieber, aber notgedrungen malt er auch nach Fotos, häufig Urlaubsfotos. Die letzte Auftragsarbeit ist ein Porträt eines Ehepaars nach einem Urlaubsfoto.

Sehr häufig verwendet er Zeitungs- und Illustriertenfotos. Auf die Frage, warum Tiere in seinem Werk keine große Rolle spielten, versichert Koppe, Tiere seien sehr wohl wichtig, und holt ein Bild mit einem Löwen, einem Elefanten, einem Steinbock, einem Strauß. Früher hat er Pferdebilder nach Motiven vom Nonnenhof gemalt und eine Ziege nach einer Skulptur von Picasso gemalt. Besondere Vorhaben hat er für das kommende Jahr nicht. Möglicherweise wird er das Malen von Porträts vertiefen.

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