Zwei Ponys machen den Weg im verwilderten Garten frei und fressen gerne, was sonst mühsam entfernt werden müsste. FOTO: NADJA KOCH
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Zwei Ponys machen den Weg im verwilderten Garten frei und fressen gerne, was sonst mühsam entfernt werden müsste. FOTO: NADJA KOCH

Er soll bunt und tierisch werden

  • vonred Redaktion
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Niddatal-Assenheim(pm). Bunt und tierisch soll sie werden, die städtische Kita. Ein eigens gepachteter und 280 Quadratmeter großer Garten für die Kinder soll mit Blumen, Sträuchern und Nutzpflanzen ausgestattet werden und außerdem noch Hühnern, Insekten, Vögeln und weiteren tierischen Gästen ein Zuhause bieten. Für die Umsetzung des Projektes stehen dem Förderverein jetzt 5000 Euro aus der Umweltlotterie GENAU zur Verfügung. Den Anfang beim Entwildern des zukünftigen Nutz- und Gartengeländes machten zwei Ponys.

Schon lange träumt die Kita Assenheim in Niddatal von einem naturnahen Spiel- und Erlebniszimmer für ihre Kitakinder im Freien, "damit sie den Umgang mit der Natur und ihrer Artenvielfalt kennen, schätzen und schützen lernen", sagt Nadja Koch vom Förderverein, die das Projekt federführend mit ihren Vorstandskolleginnen Rebecca Herold und Irina Hermsen vorangetrieben hat. Sie selbst hat einen vierjährigen Sohn in der Kita und wünscht sich für ihn und die anderen Kinder mehr Naturerlebnis.

Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Fördervereins entwarf sie einen Umgestaltungsplan für den gepachteten Kitagarten und meldete ihr Projekt "Natur und Nutzgarten für unsere Kitakinder" bei der Umweltlotterie GENAU an. Die stellt nun 5000 Euro zur Verfügung.

Auch das Aufstellen von Insektenhotels und Nistkästen sei geplant. "Die Kinder sollen außerdem erfahren, was es heißt, Lebensmittel selbst zu ziehen, zu ernten und zu verarbeiten, daher werden wir zusätzlich noch Hochbeete kaufen und darin heimisches Gemüse und Obst anbauen", erklärt Koch, "und wenn das Geld reicht, werden wir uns außerdem ein Bienenvolk anschaffen, um dem Bienensterben entgegen zu wirken."

Aktuell wird das Gelände bereits gemäht. "Die beiden Ponys meiner Kollegin Rebecca Herold fressen gerne in der Natur und halten sonst Obststücke für eine Gärtnerei sauber", sagt Koch. "Hier haben sie uns bei den schwierigen Vorarbeiten geholfen." Jetzt könne der Förderverein die restlichen Aufräumarbeiten angehen. Anschließend werden Erzieherinnen, Eltern und Kinder gemeinsam anpacken und das Gelände umgestalten.

Das Kitaprojekt in Niddatal ist bereits das 32. Projekt im Wetteraukreis, das seit dem Start der Umweltlotterie den Zusatzgewinn für die Umwelt erzielen konnte. Der Kreis profitierte damit bislang von einer Umweltförderung aus der Lotterie GENAU in Höhe von insgesamt 165 000 Euro für ihre Umweltprojekte.

Bewerbungen für die Förderung können jederzeit unter www.genau-lotto.de angemeldet werden. Sie werden dann nach fachlicher Prüfung durch den Umweltprojektbeirat in den Kreis der zur Auswahl stehenden Umweltprojekte aufgenommen.

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