Schwerpunkt: Nachhaltige Stadtentwicklung

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Niddatal (pm). »Wir wollen eine Stadtentwicklung, die niemanden zurücklässt«, hebt Oliver Seuss, Vorsitzender der Niddataler Grünen hervor. »Wir wollen die immer älter werdende Bevölkerung ins Stadtgeschehen integrieren und die Voraussetzungen dafür schaffen. Das heißt, die Infrastruktur und das kulturelle Leben müssen in Niddatal entwickelt werden.

« Ebenso gelte es, Kinder und Jugendliche in den Fokus zu nehmen. Dazu wolle man Angebote schaffen, die identitätsstiftend sind und insgesamt die Attraktivität der Stadt steigern.

Weiterer wichtiger Punkt im Wahlprogramm der Grünen: Alle Stadtteile sollen barrierefrei und altersgerecht ausgebaut werden. »Wir fordern eine generationenübergreifende gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere für ältere Menschen«, so Seuss.

Niddatal solle das Heft der Planung und somit die Stadtentwicklung in der Hand halten und nicht einem vermeintlichen von außen herangetragenen Siedlungsdruck folgen. Die Grünen wollen eine integrierte Stadtentwicklung mit mehr Bürgerbeteiligung. Die fünf Stadtteile Assenheim, Ilbenstadt, Bönstadt, Kaichen und Wickstadt sollen ihre stadtteilprägende Identität behalten. Nur im Rahmen einer stadtteilübergreifenden Planung könne aufgezeigt werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten die jeweiligen Niddataler Stadtteile hätten.

Assenheim liege an zwei, landschaftsprägenden Flüssen: Wetter und Nidda. Diese besondere Lage müsse man nutzen und den Radweg R4 stärker in den Vordergrund stellen. Alte Bebauungspläne gelte es, auf ihre zeitgemäße Ausrichtung zu überprüfen. Dabei gehe es besonders darum, Flächen für eine künftige Innenentwicklung zu identifizieren.

Nicht in der Fläche erweitern

Gleiches gelte für Ilbenstadt. Es sei ökosoziologisch nicht vertretbar, den Ort in der Fläche zu erweitern. Eine innerstädtische Entwicklung werte nicht nur den Stadtteil auf, sondern berge mehr Lebensqualität für alle Bewohner. Besonders die städtebauliche Trennung zwischen dem ehemaligen Kloster und der Wohnbebauung diesseits und jenseits der B45 sei zu überwinden. Die Grünen sind für den Neubau der Kita im Brunnengelände. Die B45 müsse für alle Bürger sicherer werden.

Für Bönstadt spricht man sich für eine »durchgeplante und sinnvolle Ortsdurchfahrt mit sicheren Bürgersteigen aus«, die es auch älteren Bürgern ermögliche, unfallfrei und sicher die Straße zu queren. Ebenso muss es mehr Straßenbegleitgrün geben.

In Kaichen sehen die Grünen noch Entwicklungspotenzial für »kleinmaßstäblichen Wohnungsbau«. Die Sanierung des Alten Amtshauses wird ausdrücklich begrüßt. Die Kostenexplosion des Bauvorhabens zeige jedoch, das Niddatal eine vorausschauende solide Finanzplanung brauche. Die denkmalgeschützte Gesamtanlage Wickstadt sei ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das einen Dornröschenschlaf halte. Dieses besondere Ensemble solle, so wie es sich derzeit präsentiert, geschützt und erhalten werden. Außerdem müsse auch Wickstadt trotz Insellage an ein leistungsstarkes Glasfasernetz angeschlossen werden.

Darüber hinaus sind die Grünen dafür, dass in allen Stadtteilen an zentralen Orten wie den Bürgerhäusern und am Rathaus in Assenheim kostenfreie und öffentliche WLAN-Hotspots zur Verfügung stehen. Hochwasserschutz müsse durch eine Innenentwicklung, durch die Renaturierung der Nidda, Flächenentsiegelung, Aufforstung und mehr Grün in allen Stadtteilen gewährleistet werden.

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