hed_schulbus_110921
+
Sind Schulbusse überfüllt, kann darin kein Abstand gehalten werden. Auch das Zusteigen von Kindern an anderen Haltestellen ist dadurch teilweise nicht möglich.

Eltern beschweren sich

Abstand? Fehlanzeige: Wetterauer Schulbus überfüllt – Kinder offenbar stehen gelassen

  • VonKim Luisa Engel
    schließen

Kinder stehen dicht gedrängt in einem überfüllten Schulbus - an Abstand halten ist nicht zu denken. Nun hat sich ein Vater über die Situation beschwert.

Niddatal – Kinder stehen dicht gedrängt in einem überfüllten Schulbus - an Abstand halten ist nicht zu denken. Mehr noch: Der Bus ist sogar einige Haltestellen vor der Endstation schon so voll, dass einige Kinder überhaupt nicht mehr zusteigen könnten.

Diese Situation schildert ein Vater aus Niddatal der WZ. Sein Sohn besuche nun die Augustinerschule und mache sich morgens mit dem Bus der Linie 71 von Ilbenstadt aus auf den Weg nach Friedberg. Schon am ersten Schultag sei die Situation unhaltbar gewesen. »Viele Haltestellen vor dem Ziel war der Bus so überfüllt, dass einige Kinder gar nicht zusteigen konnten.

Der Rest hat die zwanzigminütige Fahrt mehr als zusammengequetscht angetreten«, beschreibt der Vater. Abstandsregeln könne man so nicht einhalten. »Die Kinder werden in der Schule drei Mal pro Woche getestet, aber im Bus herrscht so ein Gedränge«, sagt er kopfschüttelnd. Denn was nützten Maskenpflicht und Abstandsregelungen, wenn die Sache schon auf dem Weg zur Schule im Bus scheitere?

Wetteraukreis: Niddataler Bürgermeister unterstützt Eltern

Auch gute zwei Wochen nach Schulstart habe sich die Situation nicht eingependelt oder gar verbessert. Zwar setzt der Kreis zum Infektionsschutz auf dem Weg von Niddatal nach Friedberg morgens einen Verstärkerbus auf der Linie 71 ein, auf der Rückfahrt bisher jedoch nicht. Zum wiederholten Male seien Kinder an der Bushaltestelle stehen gelassen worden, weil der Bus überfüllt gewesen sei, berichtet der Ilbenstädter.

Er selbst sei am Mittwoch nach Friedberg gefahren, um seinen Sohn von der Schule abzuholen. Es hätten sich mittlerweile »sehr viele Eltern« an Niddatals Bürgermeister Michael Hahn (CDU) gewandt. Der betont auf Anfrage, dass er das Anliegen der Eltern Ernst nehme. Ein Schreiben an den Wetteraukreis als Schulträger und an die zuständige Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) sei bereits aufgesetzt.

Wetteraukreis: Noch keine Beschwerden bei VGO

Der Pressesprecher der VGO, Sven Rischen, teil auf WZ-Anfrage mit, dass jetzt noch keine Beschwerden von Eltern eingegangen seien. »Es wäre sinnvoll, dass sich die Eltern an uns wenden, damit wir dementsprechend agieren können«, sagt er. In jedem Fall müsse individuell geprüft werden, ob ein größerer oder gar ein weiterer Bus eingesetzt werden könne. »Natürlich ist es ein Ärgernis, wenn Kinder draußen stehen bleiben.« (keh)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare