Immer teurer

Sanierung des Bürgerhauses Ilbenstadt: Kosten steigen auf 3,5 Millionen

  • schließen

Rund 3,5 Millionen Euro könnte die Sanierung des Bürgerhauses Ilbenstadt mittlerweile kosten. Es stehen verschiedene energetische Varianten zu Verfügung, die unterschiedlich gefördert werden.

Dies erfuhren die Mitglieder des Haupt- und Finanz- sowie des Bauausschusses am Mittwoch in ihrer gemeinsamen Tagung von Architektin Daniela Wagner, welche die neuesten Anforderungen aus dem Brandschutzgutachten und Vorschläge der Bürgerinitiative berücksichtigt hatte.

Wagner führte aus, dass Gespräche mit der Bürgerinitiative "Pro Bürgerhaus" stattfanden und die Ergebnisse der Brandschutzbegehung berücksichtigt wurden. Diverse Fördermittel wurden erkundet und richten sich nach den konkreten Maßnahmen.

Mehr Nutzungsmöglichkeiten eröffnen sich mit der Abtrennbarkeit des Saals und einer kleinen Catering-Küche. Erweiterungen sind nicht eingeflossen. Eine grundhafte Sanierung erfolgt nicht. Kostenrisiken lassen sich derzeit nicht quantifizieren. Neun Monate Planung und zwölf bis fünfzehn Monate der Umsetzung sind vorstellbar. Risiken liegen im noch nicht fertigen Entwurf.

Oliver Seuss (Grüne) hob hervor, dass 3,5 bis 4 Millionen Euro bei unkalkulierbaren Zusatzkosten "ein eminenter Betrag" seien. Im Jahr 2008 sei man noch von 600 000 Euro ausgegangen. Seuss fragte: "Können wir das ruhigen Gewissens umsetzen?" Im Haushalt seien schließlich nur 1.2 Millionen Euro eingestellt. Unklar sei, wo der Restbetrag herkommen solle. Kürzungsmöglichkeiten seien nicht zu erkennen. Seuss: "Das Bauvorhaben ist desaströs."

Christian Osmalz (SPD) wies darauf hin, dass viele Jahre lang nichts unternommen worden sei. Erhaltung oder Neubau sei die Frage, betonte Markus Nikleniewicz (Grüne), und erfuhr, dass ein Neubau wegen der hohen Kosten für die Altlasten noch teurer kommen würde. Für die energetische Sanierung bestehen verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Fördermöglichkeiten.

Karl-Heinrich Bickel erläuterte für die Bürgerinitiative, es gehe um die "soziale Kompetenz" des Gebäudes. Das Bauwerk müsse einen Mehrwert erhalten. Er sei bisher von Kosten in Höhe von maximal 2,2 Millionen Euro ausgegangen. Koschorr regte eine Kombination mit dem neu zu bauenden Kindergarten an. Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel erinnerte an die alten Pläne, vorm Bürgerhaus ein Hotel zu errichten, die gescheitert waren, und fragte: "Was hat sich seither geändert?" Damals sei das Vorhaben mit Hinweis auf den freien Blick auf die Klostermauer ablehnt worden, jetzt sehe man keine Bedenken mehr. (Foto: udo)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare