Szenen aus Theaterstücken, Live-Chat und ein Quiz: Wer sich bei der Theatergruppe Assenheim zugeschaltet hat, hat einen besonderen Kulturabend erlebt. Der Screenshot zeigt einen Einblick in das eigene Stück "Das Traumtor". FOTO: TGASS/PV
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Szenen aus Theaterstücken, Live-Chat und ein Quiz: Wer sich bei der Theatergruppe Assenheim zugeschaltet hat, hat einen besonderen Kulturabend erlebt. Der Screenshot zeigt einen Einblick in das eigene Stück "Das Traumtor". FOTO: TGASS/PV

Private Räume werden zur Bühne

  • vonred Redaktion
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Niddatal-Assenheim(pm). Es war fast wie in den Jahren zuvor: Die Darstellerinnen und Darsteller der Theatergruppe Assenheim bereiteten sich am Samstagabend auf ihren Auftritt vor, legten ihr Make-up auf und zogen ihre Kostüme an. Der große Unterschied lag jedoch darin, dass Protagonisten in diesem Jahr von zu Hause aus spielten.

Alle Mitwirkenden der TGAss hatten ihre privaten Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und diese mit Kulissen und Accessoires ausgestattet.

Miriam Groß-Deforth moderierte geschickt und kurzweilig durch 40 Jahre TGAss-Theatergeschichte. Um 19.30 Uhr öffnete sich dann der virtuelle Vorhang für die 26 Mitwirkenden, und die TGAss-Online-Show "Faust meets Urmel" startete. Nach einer kurzen Begrüßung der drei zugeschalteten Quizkandidaten und den rund 800 Zuschauerinnen und Zuschauer vor dem Youtube-Livestream begann der Showteil und das Quiz.

Den Anfang machte die Szene "Der Zauberer von Oz in fünf Minuten". Die Geschichte der kleinen Dorothy und ihren Weggefährten wurde aus vier verschiedenen Wohnzimmern, verteilt über die ganze Wetterau, dargestellt.

Im Anschluss an jede Szene waren die Quizkandidaten gefragt: Es galt, zu einer vorgegebenen Antwort eine passende Frage zu finden. Zeitgleich konnten auch die Zuschauer über den Live-Chat am Quiz teilnehmen. Durch einen Chatbeauftragten wurden die Beiträge direkt in die Show eingebunden.

Als nächstes wurde den Zuschauern ein Interview-Beitrag aus dem TGAss-eigenen Stück "Das Traumtor" gezeigt, der im Anschluss mit einem musikalischen Duett abgerundet wurde.

Nach Szenen aus dem "Räuber Hotzenplotz" und der "kleinen Meerjungfrau" ging es weiter mit dem Zauberteppich aus "Aladin". Szenische und musikalische Beiträge aus dem "Dschungelbuch" und "Faust als Musical" zeigten zusammen mit dem "Urmel aus dem Eis" die große Bandbreite der Theatergruppe. Das Ensemble verabschiedete sich mit einer Darbietung aus dem Stück "Eine Weihnachtsgeschichte", welches ursprünglich in einer coronakonformen Fassung anstelle der Nibelungen-Inszenierung im Herbst 2020 gespielt werden sollte.

Nur 14 Tage Vorbereitung

Dass die gesamte Show so reibungslos über die Bühne ging, ist einem engagierten Kern der Theatergruppe zu verdanken.

In nur 14 Tagen wurden mithilfe verschiedener Coaches die Rollen, Performances und musikalischen Parts per Videokonferenz einstudiert. Die technische Umsetzung funktionierte schließlich mit viel Aufwand und mehreren Bildschirmen einwandfrei.

Es war echt was los im Chat! Aus 15 Haushalten wurde gesendet, und die Zuschauer waren aufgefordert interaktiv mitzuwirken.

Die Rückmeldungen des Publikums kamen prompt: "Danke für einen sehr vergnüglichen Abend" schrieb beispielsweise eine Zuschauerin, eine andere erhofft sich in Zukunft weitere originelle Formate. Bei einigen Gästen wurden mit den Geschichten schöne Kindheitserinnerungen geweckt. Aus allen Teilnehmern am Quiz im Live-Chat wurden anschließend noch drei Gewinner gezogen, die sich über ein TGAss-FanPaket und Tickets für die nächsten Produktionen 2021 freuen dürfen.

Nach einem turbulenten Jahr verabschiedete sich die Theatergruppe Assenheim mit einem gelungenen Finale in die Winterpause.

Trotz erneutem Lockdown erhofft sich die Gruppe ein möglichst "abstandsfreies" neues Jahr.

Gleichwohl versprechen die TGAss-Verantwortlichen ihre Zuschauer wieder mit neuen kreativen Formaten zu überraschen.

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