Feiert heute Geburtstag: Pfarrerin Evelyn Giese. 	FOTO: UDO
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Feiert heute Geburtstag: Pfarrerin Evelyn Giese. FOTO: UDO

Pfarrerin Evelyn Giese feiert 60. Geburtstag

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal (udo). Evelyn Giese, die Pfarrerin von Bönstadt und Kaichen, feiert heute ihren 60. Geburtstag. Im Oktober 2013 wurde sie von Dekan Volkhard Guth in einem Festgottesdienst in der Kaicher Kirche ins Amt eingeführt.

Giese kam in Frankfurt zur Welt und absolvierte vor dem Studium eine Ausbildung bei einer Bank, zunächst zur Bürokauffrau, dann zur Bankkauffrau. Sie studierte in Frankfurt, Marburg und Heidelberg. Nach dem Vikariat in Frankfurt betreute sie Pfarrstellen in Friedrichsdorf und Raunheim.

Die ersten Eindrücke der Pfarrerin an ihren neuen Wirkungsorten waren, dass sie es hier mit bodenständigen und freundlichen Menschen zu tun hat - und mit angenehmen Kirchen. »Bönstadt hat eine neue, schöne, klar strukturierte Kirche mit warmem Holz, Kaichen hat ein Gotteshaus voller Tradition - in beiden Bauten ist in jeweils eigener Weise die Akustik gut.« Beide Gemeinden seien verschieden, hätten aber deutliche Gemeinsamkeiten. Bönstadt habe seine Kirchenmusik und den Chor. Bis zum vergangenen Jahr habe die Konzertreihe existiert, die von Idealisten, welche der Kirche nahestehen, organisiert worden sei. In Kaichen seien ihr ebenso herausragende Menschen begegnet, denen man das lange Zusammenarbeiten und Wirken für die Kirche anmerke.

Es sei einfach, über die Kirchengemeinde Zugang zu den Vereinen zu finden, betont Giese. Denn in den Kirchengemeinden begegneten einem Menschen, die auch anderweitig tätig sind: in den Feuerwehren, den Chören, den Sport- und Karnevalsvereinen.

In Kontakt bleiben

Die Pandemie wirke sich auch auf das gemeindliche Leben aus. So sei die Konfirmandenfahrt Anfang März von der Jugendherberge in Wetzlar ins Kaicher Gemeindehaus verlegt worden, wo die Jugendlichen mit den Konfirmanden aus Ilbenstadt und Bruchenbrücken zusammenfanden. Gesucht werde nach Formen, in Kontakt zu bleiben, etwa durch das Schmücken der Kirchen, »sodass man es von außen sieht«, sagt Giese. Telefonisch und über das Internet werde der Kontakt gewahrt.

Die Pfarrerin erläutert: »In Bönstadt und Kaichen haben wir zum Beispiel vor Ostern jeweils ein Kreuz geschmückt. Es wurde mit Steinen aufgestellt, auf denen Konfirmanden ›Lasten des Lebens‹ geschrieben haben.« Diese Lasten würden so in Gestalt der Steine symbolisch zum Kreuz Christi gebracht.

Für die Zeit nach der Krise würden Möglichkeiten überlegt, »wie wir im Kontakt bleiben und die Frohe Botschaft teilen«. Giese will den Kooperationsraum Wöllstadt-Niddatal voranbringen, die Arbeit in den beiden Kommunen verbinden und, auf der anderen Seite, jede Gemeinde in ihrem Kern stärken. Sie hoffe dabei auf Synergieeffekte.

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