hed_Spitzenkandidaten2_1_4c_1
+
Stehen für die Erneuerung der SPD: (v. l.) Lukas Dittrich, Ariane Streicher, Mark Köneke und Alexander Voss.

Personeller Umbruch bei der SPD

  • VonRedaktion
    schließen

Niddatal (pm/hed). Die SPD geht mit einem veränderten Team in die Kommunalwahl. Wie die Sozialdemokraten mitteilen, wird der derzeitige Fraktionsvorsitzende Achim Sassmannshausen am 14. März nicht mehr kandidieren. Man habe mit Bedauern zur Kenntnis genommen, dass Sassmannshausen eine Pause einlegen wolle. Die letzte Legislaturperiode sei für ihn anstrengend gewesen.

Im persönlichen und beruflichen Umfeld hätten sich Änderungen ergeben, die jetzt seine Energie forderten. Damit bleibe aus seiner Sicht für das Engagement um das Wohl der Stadt Niddatal zu wenig Zeit übrig.

Auch mehrere derzeitige SPD-Stadtverordnete (Elke Steppan, Heinz Kimmel, Christian Osmalz, Ute Brinkmann, Waltraud Lang, Heiko Meiß, Christiane Sierach und Karl Vollmar) stehen nicht mehr zur Wahl. Die SPD bildet im Niddataler Stadtparlament seit 2016 eine Mehrheits-Koalition mit der Linken.

Bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung unter Corona-Bedingungen stellten die Sozialdemokraten im großen Saal im Assenheimer Bürgerhaus ihre Kandidatenliste auf. Man habe neue, junge und engagierte Kandidaten gefunden, sagte der Vorsitzende Erhard Reiter über den Listenvorschlag des Vorstands. »Wir glauben, dass unser Aufgebot für alle Stadtteile attraktiv ist und Vertrauen gewinnen wird. Schließlich sind viele von uns in Vereinen aktiv und in den Stadtteilen vernetzt.«

Angeführt wird die Liste von Ariane Streicher, der derzeitigen Sozialausschussvorsitzenden. Sie habe sich in dieser Funktion unter anderem für die Schaffung des Ärztezentrums in Assenheim eingesetzt. Die in Kaichen wohnende Diplom-Bibliothekarin wolle auch in der neuen Wahlperiode die sozialen Themen in den Vordergrund stellen. Der Erhalt der Stadtbibliothek liege ihr dabei nicht nur wegen ihres Berufs am Herzen, denn sie bedeute auch kostengünstige Bildung für alle.

Auf Platz 2 wurde der Ilbenstädter Lukas Dittrich gewählt. Der Wetterauer Juso-Vorsitzende und Student der Wirtschaftswissenschaften ist auf Kreisebene an den Verhandlungen für die Wetterauer Wohnungsbaugesellschaft beteiligt. »Wer heute nach einer Wohnung sucht, muss mit mindestens 11 Euro pro Quadratmeter kalt rechnen. Wer kann sich das eigentlich noch leisten?«. Deshalb sollte die Stadt der neuen Kreis-Wobau beitreten, wirbt er.

Das Programm der Niddataler SPD werde neue Akzente setzen, kündigt Reiter an. So wollen die Sozialdemokraten unter anderem ein kommunales Klimaschutzkonzept erarbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare