Wilfried Martin
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Wilfried Martin

Parlament gedenkt Wilfried Martin

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal(udo). Am 23. Oktober starb Niddatals Ehrenbürgermeister Wilfried Martin. In der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus Ilbenstadt wurde am Mittwoch seiner gedacht.

Bürgermeister Michael Hahn hielt die Laudatio auf den Träger des Wappenschildes der Stadt, der 1964 in Kaichen jüngster ehrenamtlicher Bürgermeister Hessens und später Kaichens hauptamtlicher Bürgermeister wurde. Martin wurde Erster Stadtrat Niddatals und war ab 1984 für 18 Jahre Bürgermeister. Mit dem Zusammenwachsen der Stadtteile habe er ein dauerhaftes Lebenswerk hinterlassen. Martin sei Ehrenbürger geworden und ein "außerordentlich engagierter Kommunalpolitiker". Er sei offen, sozial und hilfsbereit gewesen.

Im Jahr 2002 sei Martin nach einer 38-jährigen ununterbrochenen Tätigkeit der dienstälteste hessische Wahlbeamte und Bürgermeister gewesen. Ihm habe eine starke Persönlichkeit und großes Engagement geeignet. Er habe gesagt: "Vieles konnten wir gemeinsam leisten. Der Blick ist ideenreich nach vorn zu richten. In schwierigen Zeiten sind klare Aussagen gefordert."

Martin kam 1938 in Frankfurt zur Welt. Kurz danach zog die Familie nach Kaichen. Martin arbeitete, nachdem er zum Mechaniker ausgebildet worden war, in einer großen Frankfurter Fabrik für Schuhmaschinen.

Martin war 30 Jahre im Vorstand des Fußballclubs Kaichen aktiv, davon rund 15 Jahre als Vorsitzender. Er war seit 1953 Mitglied im Männergesangverein Einigkeit, gründete den Angelsportverein mit. Martin stand gut 40 Jahre dem Ortsgericht vor, von 1969 bis 1983 führte er den Fußballclub. Auch war er in der evangelischen Kirchengemeinde und im VdK aktiv. ARCHIVFOTO

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