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Die Eröffnungsfeier für die neue Orgel in der Basilika in Ilbenstadt ist um ein Jahr verschoben worden.

Orgelweihe verschoben

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt (udo). Die für Samstag, 24. April, geplante Orgelweihe ist wegen der steigenden Coronazahlen von Bischof Dr. Peter Kohlgraf abgesagt und ins nächste Jahr verschoben worden. Als neuer Termin wurde der 8. Mai 2022 festgelegt.

Nach Jahren der Vorplanung des Orgelprojektes, des Beantragens von Fördergeldern und des Sammelns von Spenden war vor drei Jahren mit dem Abbau und der Renovierung der Onymus-Orgel von 1735 begonnen worden. In den vergangenen Monaten ist die Orgel nach Ilbenstadt zurückgekehrt, nachdem in der Zwischenzeit das Prospekt restauriert wurde. Ein neuer Zimbelstern wurde installiert, der Klangschalen ertönen lässt, deren Tonhöhe mit dem Geläut der Glocken abgestimmt ist. Zuletzt wurden die Pfeifen intoniert.

Die Onymus-Orgel hat auf zwei Manualen und Pedal 30 Register. Sie litt stark unter dem Verschleiß alter und dem Einbau neuer Teile, der 1970 erfolgte. Experten sagten, die Onymus-Orgel werde sich nach der Restaurierung »in jedem Falle anders anhören«, doch wisse keiner genau, wie.

Die Restaurierung kostete 560 269 Euro. Den Betrag von 28 463 Euro muss die Pfarrgemeinde mit Hilfe des Orgelfördervereins noch aufbringen. Der Orgelbau kostete 488 577 Euro, der Blasebalg 19 836 Euro, die Reinigung und Restaurierung des Prospekts 34 568 Euro. Zu den bisherigen Einnahmen von 531 806 Euro trug der Förderverein mit 214 000 Euro bei. Das Bundesamt für Denkmalschutz zahlte einen 150 000-Euro-Zuschuss, das Landesamt für Denkmalpflege steuerte 50 000 Euro bei, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 45 000 Euro, das Bistum Mainz 65 120 Euro.

Im Februar konnte die Firma Förster und Nicolaus aus Lich die Arbeiten abschließen. Die ausführlichen Berichte des Orgelbauers und der Restauratorin werden im Osterpfarrbrief zusammengefasst. Es wird deutlich, welche Arbeiten an den über 10 000 Teilen der Orgel erfolgten. Der 1970 eingebaute elektrische Blasebalg wurde entfernt, die Lufterzeugung wieder in die Michaelskapelle zurückverlegt. Arbeiten fanden an den Manualwinden, dem Windkasten, den Pedalwindladen, den Trakturen, den Pfeifen, dem Zimbelstern, dem Regierwerk für die Register, den Knöpfen, mit denen man die Register zieht (Manubrien), dem Gehäuse, den Gehäusefassungen und den Vergoldungen statt.

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