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Asbest

Abrissarbeiten in Bönstadt gestoppt - Polizei eingeschaltet

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Eine Baufirma aus dem Taunus will ein Dach abreisen. Nun ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Bodenverunreinigung.

Niddatal - Auf einer Baustelle in Bönstadt mussten am Montag Abrissarbeiten abgebrochen werden. Die Polizei ermittelt dort wegen des Verdachtes des unerlaubten Umgangs mit Asbest.

An einem Wohnhaus sollte eine Baufirma aus dem Taunus im Auftrag des Eigentümers ein mit Wellplatten gedecktes Dach abreisen. Ordnungsamt und Polizei erhielten einen Hinweis auf die Baumaßnahmen und stoppten diese. Sie vermuteten, dass die auf dem Dach befindlichen Wellplatten asbestbelastet seien. Bei einem Abbruch von asbesthaltigem Material können krebserregende Fasern freigesetzt werden, dieser ist darum nur unter hohen Sicherheitsvorkehrungen erlaubt.

Laut Polizei seien diese von der zuständigen Baufirma jedoch nicht eingehalten worden: Die Arbeiter zerschlugen die Platten ohne Schutzkleidung, Reste des giftigen Materials wurden rund um das Wohnhaus gefunden.

Noch am selben Tag schickte das zuständige Regierungspräsidium in Darmstadt einen Sachverständigen zur Baustelle, der den Baustopp aufgrund des Verdachtes des Umgangs mit asbesthaltigem Material bestätigen konnte.

Da die Abrissarbeiten am Haus schon angefangen und damit der Witterung ausgesetzt waren und auch die Überreste des Materials offen lagen, wurde das THW zur Unterstützung gerufen. Die Einsatzkräfte sicherten in Schutzausrüstung sowohl das Wohnhaus, als auch die Abbruchstücke.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachtes der Bodenverunreinigung, der Luftverunreinigung und des unerlaubten Umgangs mit Abfällen im besonders schweren Fall. Straftaten, die nach Paragraf 326 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden können. Wirtschaftliche Interessen auf der einen Seite und Unwissenheit auf der anderen Seite würden immer wieder zu Ermittlungen solcher Art führen. Die Polizei rät in diesen Fällen Experten heranzuziehen. Auf der Internetseite www.polizei.hessen.de fasst die Polizei Mittelhessen zu diesem Thema weitere Informationen zusammen

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