Neuerungen beim Gottfriedsfest

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt(udo). Coronabedingt nimmt Pfarrer Bernd Richardt in diesem Jahr einige Neuerungen bei der Gestaltung des Gottfriedsfestes am Sonntag, 6. September, vor. Die beiden Hochämter um 9 und 10 Uhr können jeweils nur von 90 Besuchern gefeiert werden. Der mittlerweile emeritierte Generalabt der Prämonstratenser, Thomas Handrätinger, wird die beiden Festpredigten halten. Die Vesper beginnt um 15.30 Uhr; die Prozession um 16.15 Uhr. Sie wird im Zeichen von Schutzmaßnahmen stehen: Die Reliquien des Heiligen Gottfried werden auf dem Anhänger eines Traktors durch Ilbenstadt gefahren. An zwölf Stellen gibt es eine kurze Andacht: Schule, Friedhof, Mühle, Augasse 5, Dortelweiler Ring, Gottfriedsweg, Am Krautgarten 43, Hügelstraße, Gartenstraße 38, Feldbergstraße 1, Tepler Straße 1, Kindergarten.

Gegen 18 Uhr ist der Abschluss in der Basilika. Möglicherweise sind Videoübertragungen um 10.30 und um 15.30 Uhr machbar.

Gottfried von Cappenberg gilt als der Schutzpatron der Wetterau. Seine Reliquien ruhen in einem Hochgrab im Chor der Basilika. Sein Fest wird stets am ersten Septemberwochenende gefeiert, weil am ersten Septembersonntag des Jahres 1911 seine Hauptreliquie aus Prag nach Ilbenstadt überführt wurde. Sie war dorthin gelangt, weil der letzte Ilbenstädter Abt, Caspar Lauer, sie bei der Säkularisierung im Jahr 1806 mit in seinen Alterssitz nach Camberg geführt und dann auf den Hradschin geschickt hatte. Gottfried von Cappenberg gehörte den höchsten Reichskreisen an. Seine Familie ist eng mit den Staufern verwandt. Er ließ sich von Norbert von Xanten, dem Gründer des Prämonstratenserordens und späteren Erzbischof von Magdeburg, zum Prämonstratenserorden bekehren.

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