Zurzeit stehen noch Rinder auf dem Brunnengelände. Bald jedoch soll hier eine Kita für sieben Gruppen gebaut werden. FOTO: UDO
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Zurzeit stehen noch Rinder auf dem Brunnengelände. Bald jedoch soll hier eine Kita für sieben Gruppen gebaut werden. FOTO: UDO

Knappe Entscheidung

Neue Kita Ilbenstadt soll auf Brunnengelände

  • vonUdo Dickenberger
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Die geplante Kita in Ilbenstadt soll für sieben Gruppen auf dem Brunnengelände gebaut werden. Dies ergab die Abstimmung in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

Niddatal-Ilbenstadt(udo). Dieses Ergebnis war möglich, weil in der Sitzung zwei SPD-Stadtverordnete fehlten und es daher keine Mehrheit von SPD und Linken (von einer Stimme) gab.

Der alte Entschluss zum Neubau im Klosterbereich wurde mit 15 gegen 14 Stimmen aufgehoben. Die SPD scheiterte auch mit zwei Änderungsanträgen: Erstens mit dem, auf dem Brunnengelände nicht für sieben Gruppen zu bauen, sondern nur für so viele, wie in Ilbenstadt tatsächlich gebraucht würden, also für vier. Und zweitens mit dem Änderungsantrag, die Kita so zu planen, dass der Brunnen genutzt werden kann.

Antrag abgelehnt zu Straßenbeiträgen

Nachdem Architekt Gunter Weyrich zwei Wochen zuvor in einem Vergleich entscheidende Vorteile im Standort Brunnengelände gegenüber dem Klosterstandort gesehen hatte (siehe Kasten), hatten die Ausschüsse über das Thema in einer gemeinsamen Sitzung beraten. Sie empfahlen in getrennten Abstimmungen den Kita-Standort Brunnenplatz.

Zu Beginn der Sitzung am Dienstagabend sprach sich Achim Saßmannshausen (SPD) gegen eine Kita mit sieben Gruppen aus. Die in Ilbenstadt nicht benötigten drei Gruppen gehörten in die anderen Stadtteile. Dann aber spreche wieder vieles für den Klosterstandort. Bürgermeister Michael Hahn (CDU) wies auf den Gesamtbedarf von mittlerweile neun Gruppen hin. Am Standort Brunnengelände sei zudem ein einfaches Bauen möglich.

Hahn rekapitulierte. 2003 sei über die Härte des Brunnenwassers diskutiert worden, 2006 der Entschluss für das Ovag-Wasser gefallen, 2009 das Wasserrecht widerrufen worden. Seit 2010 sei keine Trinkwasserförderung mehr möglich. Eine Brauchwasserförderung biete hingegen Perspektiven. Der Brunnen könne nicht einfach für die Trinkwassernutzung reaktiviert werden.

Gerhard Einhoff (CDU) verlas eine Mail aus der SPD-Fraktion, in der ein Tausch vorgeschlagen wurde. Angeboten wurde die Zustimmung zum Brunnengelände mit der Gegenleistung der Zustimmung zu einem Eilantrag zugunsten des Gollacker-Baugebiets. Christian Osmalz (SPD) insistierte auf dem Entschluss von 2017 zum Klostergelände als Kita-Standort. Peter Schmitz (FDP) entgegnete Osmalz, dass der Brunnen in seiner alten Form nicht mehr existiert.

Auf Kita-Kostenbeiträge für Kinder, die während der Pandemie nicht notbetreut wurden, wird verzichtet.

Abgelehnt wurde der Antrag der SPD und der Linken, auf Straßenbeiträge zu verzichten.

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