Märchenhafte Gottesdienste

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Wie wichtig und bedeutungsvoll Märchen auch heute noch sind, möchte Pfarrerin Rita Mick-Solle mit einem Zyklus von Märchengottesdiensten vor Augen führen. In diesen besonderen Gottesdiensten möchte sie nicht nur verdeutlichen, wie zeitlos die sozialkritischen Inhalte der Geschichten der Brüder Grimm sind. Viel mehr will sie auf aktuelle Problematiken in politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Bereichen dieser Zeit hinweisen.

Wie wichtig und bedeutungsvoll Märchen auch heute noch sind, möchte Pfarrerin Rita Mick-Solle mit einem Zyklus von Märchengottesdiensten vor Augen führen. In diesen besonderen Gottesdiensten möchte sie nicht nur verdeutlichen, wie zeitlos die sozialkritischen Inhalte der Geschichten der Brüder Grimm sind. Viel mehr will sie auf aktuelle Problematiken in politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Bereichen dieser Zeit hinweisen.

Neue Ideen sind wichtig

Am Sonntag fand der zweite einer Reihe von Märchengottesdiensten in der evangelischen Kirche statt. Zum Auftakt zwischen den Jahren hatte Pfarrerin Mick-Solle bereits in ihrer Predigt verschiedene Aspekte des Märchens "Aschenputtel" beleuchtet, die gerade heutzutage wieder aktuell sind. Am vergangenen Sonntag stand die Fabel "Die Bremer Stadtmusikanten" der Brüder Grimm im Fokus. In der Predigt betrachtete die Pfarrerin unterschiedliche Facetten des Märchens. Viele kennen das Gefühl, nutzlos zu sein und sehen nichts, auf das sie sich im Leben noch freuen können, stellte Mick-Solle fest. So ergehe es aber nicht nur alten Leuten, sondern Einschnitte können jederzeit in jedem Lebensabschnitt eintreten. Wichtig sei, dass es jemanden gibt, der neue Ideen hat und anderen einen Platz im Orchester gibt, resümierte die Pfarrerin, denn mit neuen Zielen kommen auch Beherztheit und Lebenswille auf. Plötzlich tun sich neue Wege auf und es kommt häufig nicht nur anders, sondern sogar besser als erwartet. Beispiele hierfür seien in der Bibel zu finden, wie der Aufbruch Abrahams in ein fremdes Land. Paulus schreibt im 1. Korintherbrief 12 über den Leib Christus als Gemeinde, die aus vielen Gliedern besteht und doch ein Leib und gemeinsam stark ist. Die Kirche ist mit ihren Gemeinden auf Wanderschaft. Dazu gehören Lust und Mut, mit anderen etwas zusammen zu machen und niemanden auszugrenzen. Das Gemeinschaftsgefühl wurde im Anschluss bei der Feier des Abendmahls bestärkt. Heike Berlenbach an der Orgel sorgte für die musikalische Begleitung. (Foto: pv)

Predigten über Märchen hält Pfarrerin Mick-Solle am Sonntag, 3. Februar, um 10 Uhr zu "Hänsel und Gretel". Am Sonntag, 10. Februar, um 10 Uhr geht es um "Frau Holle".

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