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Mit dem Rad auf Luthers Spuren

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Von: Redaktion

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Kürzlich hieß es zum zweiten Mal »Kolping strampelt, Kolping bewegt«. Die Kooperation der Kolpingjugend mit dem RC Ilbenstadt ging weiter. Am Wetterauer Dom zu Ilbenstadt traf sich eine 14-köpfige Gruppe, um auf Luthers Spuren in die Wetterau zu ziehen. Wölfersheim-Södel war ein Ziel der Jugendlichen und der jung gebliebenen Erwachsenen. Hier wartete auf dem Kirchplatz, dem früheren »Freihof«, Herbert Meyer, ein Kenner der Södeler Geschichte.

Kürzlich hieß es zum zweiten Mal »Kolping strampelt, Kolping bewegt«. Die Kooperation der Kolpingjugend mit dem RC Ilbenstadt ging weiter. Am Wetterauer Dom zu Ilbenstadt traf sich eine 14-köpfige Gruppe, um auf Luthers Spuren in die Wetterau zu ziehen. Wölfersheim-Södel war ein Ziel der Jugendlichen und der jung gebliebenen Erwachsenen. Hier wartete auf dem Kirchplatz, dem früheren »Freihof«, Herbert Meyer, ein Kenner der Södeler Geschichte.

Er verstand es, kurzweilig durch Södels Geschichte zu führen und begann in der dokumentierten Zeit Karls des Großen, nicht ohne den Hinweis zu vergessen, dass die Besiedelung dieses Fleckens mindestens bis zur Bronzezeit zu datieren sei. Aus heutiger Sicht Kurioses und Unerwartetes war dabei. Besonders interessierte die Verbindung des Ilbenstädter Prämonstratenser Ordens zu Södel, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, nachdem Södel aus dem fuldschen Klosterbesitz zum Erzbistum Mainz »entlassen« wurde. Mit der Verwaltung vor Ort und zum Erheben der Abgaben war das Erzbistum Mainz nicht in der Lage, und so übertrug man dem Kloster in Ilbenstadt diese Aufgaben.

Rund 400 Jahre wurde dann Södel aus Ilbenstadt verwaltet. Leicht muss das nicht gewesen sein, denn eine notwendige Erneuerung des Kirchendaches musste sich Södel gerichtlich gegenüber den Ilbenstädter Verwaltern erklagen.

Mit geschichtlichen Einblicken versorgt, verweilte die Radlerschar noch bei einem Imbiss auf dem Kirchplatz, den die Kolpingjugend vorausschauend in der Person von Carolin Denkler organisiert hatte. Weiter ging es dann über Wisselsheim, Schwalheim, Bad Nauheim und Friedberg zurück nach Ilbenstadt. Trotz aller Defekte, die sich unterwegs einstellten, und trotz aller Leistungsunterschiede kamen alle gemeinsam wieder in Ilbenstadt an und waren sich einig: Das wird nicht der letzte gemeinsame Ausflug gewesen sein.

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