Alles ist anders, dennoch haben sich die Verantwortlichen der Kindergruppe der Ilbenstädter Feuerwehr einige Aktionen in den vergangenen Monaten ausgedacht, damit sich die Gruppe trotzdem treffen kann. FOTO: UDO
+
Alles ist anders, dennoch haben sich die Verantwortlichen der Kindergruppe der Ilbenstädter Feuerwehr einige Aktionen in den vergangenen Monaten ausgedacht, damit sich die Gruppe trotzdem treffen kann. FOTO: UDO

Lösch-Übungen auf Abstand

  • vonUdo Dickenberger
    schließen

Niddatal-Ilbenstadt(udo). Mitte März wurden zur Eindämmung der Pandemie die Übungen und Treffen aller Abteilungen der Feuerwehr auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Einsatzabteilung sowie die Jugendfeuerwehr wichen nach wenigen Wochen auf digitale Kontaktangebote aus und trafen sich in Chat- und Videogruppen zum feuerwehrtechnischen Austausch und zum Lernen. Für die Kinder überlegten sich die Betreuerinnen eine Briefkasten-Aktion, um den Kontakt zu den Kindern zu halten: Die Kinder bekamen in regelmäßigen Abständen Arbeitsblätter, Ausmalbilder, Spiel-, Beschäftigungs- und Bewegungsideen in ihre Briefkästen geworfen. Dazu musste der Verein einige Hefte und Bücher anschaffen.

Um die Übungen in den Feuerwehrgruppen wieder aufnehmen zu können, erarbeiteten zwei Kameraden einen Hygieneplan für alle Niddataler Feuerwehren. Nach den Sommerferien gab es für die Eltern der Kinder- und Jugendfeuerwehr eine kleine Info-Veranstaltung, um den Hygieneplan vorzustellen und die Veränderungen und die neuen Regeln zu erklären. Dann konnte gestartet werden. Die ersten Treffen fanden draußen statt. Aktionen, bei denen man Abstand halten kann, wurden unternommen. So gab es zwei Radtouren nach Assenheim und eine Wanderung durch den Wald. An einem heißen Tag gab es an der Eisdiele ein Eis für alle Kinder.

Vor den Ferien wurden zwei Lösch-Übungen mit möglichst viel Abstand, Mund-Nase-Schutz und Handschuhen durchgeführt. "Wasser marsch!" zu Corona-Zeiten erfordert Disziplin, Geduld und Zeit. In die Herbstferien startete die Kindergruppe, ohne genau zu wissen, wie es nach den Ferien weitergeht. Die Fragen waren: Kommen neue Regeln? Wird etwas gelockert oder gar strenger? Wird das Wetter gut genug sein, um nach den Ferien draußen weiterzuüben?

Die Betreuerinnen wollen schauen und planen, wie es weitergehen kann.

Kein Fest wegen Corona

Die Kindergruppe der Feuerwehr Ilbenstadt hatte im April ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Gruppe wurde Anfang des Jahres 2010 geplant und das erste Treffen fand im April des selben Jahres statt. Eigentlich wollte die Wehr dieses Jubiläum im Rahmen des Floriansfestes im August gebührend feiern. Das Fest wurde corona-bedingt allerdings abgesagt.

Zurzeit sind zwölf Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in der Kindergruppe. Neuaufnahmen sind durch den vorgegebenen Hygieneplan erschwert. Aber dennoch werden die Betreuerinnen versuchen, interessierte Kinder vorbeischauen zu lassen.

Die Gruppe trifft sich regelmäßig montags, meistens in der Zeit von 16.45 bis 17.45 Uhr.

Kontakt kann aufgenommen werden über www.feuerwehr- ilbenstadt.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare