Andrea Bocian ist die neue Kirchenvorsteherin. 	FOTO: PV
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Andrea Bocian ist die neue Kirchenvorsteherin. FOTO: PV

»Wo Liebe ist, da ist Gott ganz nah«

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Niddatal-Assenheim (pm). An Pfingsten sollten in Assenheim eigentlich zwei Konfirmationsfeiern stattfinden, am Samstag für den 2021er Jahrgang, und am Sonntag für den 2020er Jahrgang. Die Corona-Pandemie machte allen einen Strich durch die Rechnung: Die Konfirmationen mussten auf nächstes Jahr verschoben werden.

Pfarrerin Rita Mick-Solle wird im Sommer die Pfarrstelle verlassen, um eine Auslandspfarrstelle am Balaton zu übernehmen. Zu der geplanten Konfirmandenfreizeit und den Konfirmationen wird sie extra aus Ungarn anreisen. Als kleines Trostpflaster für den Ausfall der Feier und damit sie sich von ihren Konfirmanden verabschieden konnte, beschloss sie zusammen mit dem Kirchenvorstand, dieses Jahr zwei gottesdienstliche Versammlung auf dem Sportplatz zu feiern, ganz bewusst ohne Altar.

Die Pfarrerin betonte, dass an jedem Ort, wo Christinnen und Christen im Namen Gottes zusammenkommen, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist unter ihnen seien. Sie dankte allen, die an der Durchführung der beiden Veranstaltungen mitgewirkt hatten. Organistin Martina Pungitore spielte auf dem E-Piano fröhliche Lieder als Umrahmung der Gottesdienste, in denen Mund-Nasen-Schutz getragen werden musste und nicht gesungen werden durfte.

Andrea Bocian wurde am Sonntag als neue Kirchenvorsteherin eingeführt.

Pfarrerin Mick-Solle hatte die Andachten unter das Thema ›Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm‹ (1. Joh. 4) gestellt und betonte »Wir lassen uns von der Corona-Krise nicht unterkriegen!« In ihrer Ansprache blickte sie auf die Konfirmandenzeit zurück, die Freizeit in Wetzlar, die Aktivitäten und Ausflüge und betonte, wie viel Freude es ihr bereitet hätte. Sie stellte fest, dass sich die Jugendlichen in Zeiten des Umbruchs und Aufbruchs befänden, die durch die Pandemie-Situation noch viel einschneidender seien. »In so turbulenten Zeiten braucht man viel Liebe. Wo Liebe ist, da ist Gott ganz nah«, resümierte die Pfarrerin und erinnerte daran, wie wichtig es sei, Träume zu haben. »Wer träumt, blickt ganz nach vorne!« Denn Träume seien Ziele, die man im Leben erreichen wolle.

Auch Josef hätte lange warten müssen, bis sich seine Träume erfüllt hatten. Mit sehr bewegenden Worten wünschte sie den Jugendlichen, auf Gott zu vertrauen, Liebe im Herzen zu haben und die Träume zu leben.

Alle Konfirmanden und Konfirmandinnen erhielten als Geschenk eine Kappe mit der Aufschrift »Evangelische Kirchengemeinde Assenheim«, ein laminiertes Blatt mit allen Konfirmationssprüchen und ein Armband mit einem Kreuz und Tauben-Emblem.

Nach dem Segen verabschiedete sich die Pfarrerin mit dem von ihr als Trompetensolo gespielten irischen Lied »Möge die Straße«.

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