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Nach dem Besuch des Museum darf eine zünftige Brotzeit nicht fehlen.

Wie aus Lava der Vogelsberg wurde

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Niddatal/Karben(pm). Kürzlich fuhr der BUND Karben/Niddatal zum Museum Vulkaneum in Schotten. Die Führung durch das Mitmach-Museum begann mit einem anschaulichen Videofilm auf drei Wänden. Anschließend wurde den Teilnehmern ausführlich dargelegt, wie ein Vulkan entsteht und aus der erkalteten Lava sich vor Millionen Jahren der Vogelsberg formte. Auch der Zusammenhang zwischen der Bildung des guten Wetterauer Bodens - nämlich aus dem Gestein, das sich witterungsbedingt ebenfalls in Jahrmillionen zu dem als "Wetterauer Gold" bezeichneten Boden entwickelte - wurde eindrücklich erklärt. Leider verschwinde dieser aufgrund immer stärker ausufernder Bautätigkeit, und lasse sich nicht einfach wieder neu herstellen.

Trinkwasser per Lkw

Auch der vermehrte Wasserverbrauch wird im Vulkaneum thematisiert. Es wurde erläutert, dass die Gemeinde Ulrichstein im letzten Jahr aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit und dem nahezu ungebremsten Verbrauch über mehrere Wochen mit Trinkwasser-Lkws versorgt werden musste. Ein Umstand, der allen Wassernutzern bekannt sein solle.

Anschließend fuhr die Gruppe zum Geotop "Geologische Hecke" im Schottener Ortsteil Eichelsachsen. Dort bildete sich vor 10 Jahren eine Interessengemeinschaft, die eine vorhandene Baumhecke allen Interessierten frei zugänglich gemacht hat. Das Besondere ist die Vielfalt bereits vorhandener Basalt-Formationen innerhalb dieser Hecke, die von der Gruppe in mehrmonatiger mühevoller Arbeit um weitere Felsbrocken und eine neu gestaltete Mauer aus unterschiedlichen Basaltsteinen erweitert wurde.

Auf bebilderten Informationstafeln erfährt der Besucher Wichtiges über dieses Geotop. Ein gemütliches Picknick rundete diesen Tag ab.

Mit vielen Eindrücken über die Erdgeschichte der Region und deren Bedrohung fuhren die BUND-Mitglieder wieder zurück. Der Ausflug habe alle bestärkt, sich weiterhin für den Erhalt des Bodens und der von ihr lebenden Tier-und Pflanzenwelt einzusetzen, damit "unseren Kindern und Enkeln ebenfalls eine Lebensgrundlage geboten werden kann".

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