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Landschaften aus der Heimat

  • VonUdo Dickenberger
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Niddatal-Ilbenstadt (udo). Der Kunstmaler und Städel-Schüler Helmut Koppe zeigt in seiner neuen Ausstellung Landschaften, Stillleben und Porträts. Er eröffnete die Ausstellung in seinem Atelier im Nonnenhof. Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus den letzten zwölf Monaten sind zu sehen.

Vom Nonnenhof aus sind es nur ein paar Schritte in die freie Natur. Im Weichbild der Gemeinde bieten sich zahlreiche historische Motive an. In seiner Heimatgemeinde ist Koppe eine vertraute Erscheinung, weil er regelmäßig mit seinen Utensilien ins Freie zieht.

Die zwölfjährige Malschülerin Kzeniya Yanchuk spielte bei der Eröffnung der Ausstellung am elektrischen Klavier drei Stücke, darunter eins von Frederic Chopin, auf die sie sich in der Musikschule Minz in Friedberg vorbereitete.

Von Stillleben und den Porträts von Malschülerinnen umgeben, betrachtet Marcel Proust abwägend den Besucher. Theodor W. Adorno sitzt im Institut für Sozialforschung mit Mitarbeitern zusammen. Auf einem »Streifenbild« segmentieren Lamellen die Porträtierte, eine Frauengestalt nach dem Klassizisten Anselm Feuerbach.

An keiner Wand fehlen Selbstporträts. Mehrere Malschüler wurden porträtiert. Koppe erläuterte die Bilder, die zum Teil aktuelle Ereignisse aufgreifen und nach Fotos aus Zeitungen und Illustrierten entstanden sind. Kopien nach Feuerbach zeigen römische Ruinen.

Der trojanische Priester Laokoon versucht mit seinen Söhnen, sich der Hydra zu erwehren. Ein Bild hält die Szene fest, wie der Künstler beim Malen in einer Schneelandschaft von einem interessierten Wolf besucht wurde, der möglicherweise ein Schäferhund war.

Abstraktes und Aquarelle

Mehrere Bilder zeigen ineinander verschachtelte Kisten, die Ähnlichkeit mit Häusern aufweisen. Abstrakte Gemälde widmen sich den Farben und ihren Harmonien. Diverse Aquarelle sind nach alten Meistern entstanden.

In einem Raum sind Landschaftsbilder versammelt. In Ilbenstadt hat Koppe den Nonnenhof, den Gottfriedsbogen und Streuobstwiesen zu verschiedenen Jahreszeiten im Osten des Dorfes festgehalten. Beim Betrachten von Wiesen, Feldern und Wäldern debattierten die Besucher darüber, wo diese Arbeiten entstanden sind.

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Helmut Koppe Kunstmaler

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